Regentanz

Sammelbezeichnung für Rituale, die vorwiegend in amerikanischen (indianischen) Stammesreligionen zur Sicherung von Regen praktiziert werden. Sie finden gelegentlich auch als schamanistische Handlungen in der Nähe von besonderen Felsbildern unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Regen wird überwiegend als schöpferische Substanz verstanden, die durch den scheinbaren himmlischen Ursprung als vermittelndes Element zwischen Himmel und Erde dienen soll. Daher nehmen R.tänze und die sie durchführenden Spezialisten in den jeweiligen Religionen eine exponierte Stellung ein. Die sog. Regenpriester beim Pueblo-Volk der Zuni z.B. haben strenge Fastenvorschriften einzuhalten, wenn sie in der regenreichen Zeit zwischen Sommersonnenwende und Herbstbeginn R.tänze aufführen. Es kommen auch Regensymbole auf Altären zum Einsatz, welche die Bitte um Regen noch verstärken sollen. Die dabei verwendeten Paraphernalia können sich von Kultur zu Kultur unterscheiden.

Lit.: Auffarth, Christoph/Kippenberg, Hans G./Michaels, Axel (Hrsg.): Wörterbuch der Religionen. Kröner: Stuttgart, 2006.
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