Rebhuhn

Wegen seines tänzerischen Balzrituals ebenso wie die Taube der Aphrodite geweiht; ist häufig auf etruskischen Grabmalereien zu sehen. Laut Physiologus soll das R. fremde Eier bebrüten und die Jungen aufziehen, die dann aber später zu ihren wahren Elten zurückkehren und das R. „allein und dumm dastehen“ lassen. Dies sei zu vergleichen mit dem Teufel, der die „Unmündigen am Verstande“ zu fangen versuche, die dann im Stadium ihrer Reife aber dem Ruf Christi folgten und ihre himmlischen Eltern erkennen würden.
Eine besondere Rolle spielt das R. in diversen Fabeln, Märchen und Anekdoten. So sollen die Vögel laut einer Anekdote aus dem thüringischen Mühlhausen mit dem Titel „Luthers Widersacher“ in einer romanischen Darstellung auf einem Strebepfeiler der dortigen Marienkirche zum steinernen Symbol für die unaufhaltsame Reformation geworden sein.
Angebrannte Rebhuhnfedern dienten zudem angeblich als magische Abwehrmittel gegen Dämonen.

Lit.: Becker, Udo: Lexikon der Symbole. Freiburg i.Br.: Herder, 1998; Zerling, Clemens: Lexikon der Tiersymbolik: Mythologie, Religion, Psychologie. Klein Jasedow: Drachen Verlag, 2012.
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