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Die höchste Erscheinung des Sonnengottes aus Heliopolis, nahm im ägyptischen Pantheon eine bedeutende Stellung ein. Er soll aus dem Urhügel hervorgegangen sein, der sich aus dem Wasser Nun erhob, und nach seiner Geburt einen Schöpfungsplan erstellt haben. Bisweilen wird er auch als Kind dargestellt, das einer Lotusblüte entsteigt. Die Ägypter glaubten, dass R. jedenTag neu geboren werde. Nach einem Bad und dem Frühstück bestieg er seine Barke und begann seine Reise über den Himmel. In jeder seiner 12 Provinzen verbrachte er eine Stunde, bis er bei Sonnenuntergang bis zum nächsten Morgen in die Unterwelt eintrat, wo er in der Nacht gegen seinen Widersacher Apophis, die kosmische Schlange, kämpfte. R. gebar den Luftgott Schu und die Feuchtigkeitsgöttin Tefnut. Einmal machte sich das Paar auf, um das Universum zu erkunden. Als R. sie wiederfand, brach er vor Erleichterung in Tränen aus. Aus diesen Tränen sollen nach Vorstellung der Ägypter die ersten Menschen entstanden sein.
Da ihm große Verehrung entgegegebracht wurde, bezeichneten sich die Pharaonen als „Söhne des Re“. Er soll auch das Chaos geordnet haben. Auf Darstellungen erscheint R. meist als falkenköpfiger Mensch mit der Sonnenscheibe auf dem Haupt.

Lit.: Storm, Rachel: Die Enzyklopädie der östlichen Mythologie. Reichelsheim: Edition XXL, 2000.
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