Rampa, Tuesday Lobsang

Pseud. (* 08.04.1910 Plympton/Devonshire; † 25.01.1981 Calgary), recte Cyril Henry Hoskin, engl. Schriftsteller. Seine ominöse Publikation The Third Eye (1956) wurde binnen kurzer Zeit ein Bestseller. Das Buchmanuskript wurde trotz verschiedener Einwände seitens einiger Tibetexperten gedruckt und in 12 Sprachen übersetzt. Es enthält Schilderungen der operativen Öffnung des sog. „Stirnauges“. Dadurch seien dem Autor, der sich als tibetischer Lama ausgab, paranormale Fähigkeiten (z.B. das Sehen der Aura) zuteil geworden. Nach Bekanntwerden der wahren Autorschaft behauptete Hoskin zwar, der Geist des Lamas Rampa habe von seinem Körper Besitz ergriffen; er selbst besaß jedoch keine Kenntnis der tibetischen Sprache. Die letzten 20 Jahre lebte R. in Alberta, Kanada.

W.: Das Dritte Auge, ein Tibet-Roman. München: Piper, 1957.
Lit.: Brechmann, Nicole: Die Konstruktion des Tibet-Bildes am Beispiel von Lobsang Rampa. Wissenschaftl. Hausarbeit zur Erlangung des akadem. Grades eines Magister artium der Universität Hamburg, 1996; Lopez, Donald S.: Der merkwürdige Fall des Engländers mit den drei Augen, in: Thierry Dodin u. Heinz Räther (Hrsg.): Mythos Tibet ‒ Wahrnehmungen, Projektionen, Phantasien. Köln: Dumont, 1997, S. 193-207.
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