Rādhāsvāmī

(„Herr der Rādhā“), indische Reformsekte mit angeblich mehr als 100.000 Anhängern. Begründet wurde sie 1861 durch Shivadayāl Singh, der mit seinen beiden unmittelbaren Nachfolgern die Dreizahl der irdischen Erscheinungsformen des höchsten Wesens darstellt. Nach Vorstellung der R. durchdringt das höchste Wesen die Welt von seiner obersten Region her mit Strömen seiner Kraft, deren Vibrieren derjenige, der sich durch entsprechende Yogaübungen vorbereitet hat, zu spüren vermag. Darin äußert sich das für die Sekte charakteristische Gemisch indischer Anschaungen mit dem Gedanken einer „kinetischen spirituellen Energie“.

Lit.: Bertholet, Alfred: Wörterbuch der Religionen. Stuttgart: Kröner, 1985.
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