Rachepuppe

Das im Schadenzauber verwendete plastische Abbild eines zu treffenden fernen Gegners, entspringt einer primitiven Vorstellungswelt. Dieses Bild wird in Gestalt einer Puppe aus Wachs, Teig, Ton, Lehm, Kreide, Holz, Eisen oder Blei hergestellt und unter Zauberformeln an bestimmten Stellen entweder mit Nadeln oder Nägeln durchstochen, verbrannt bzw. geschmolzen usw., in Wasser getaucht, vergraben. Dadurch soll der augenblickliche Tod oder zumindest ein Erkranken und Dahinsiechen der gemeinten Person erreicht werden.

Lit.: Bächtold-Stäubli, Hanns (Hrsg.): Handwörterbuch des Deutschen Aberglaubens, Bd. 7. Berlin: Walter de Gruyter, 1987.
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