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Rabad
(1125-1198), eigentl. Rabbi Awraham Ben David von Posquiéres, provenzalischer Kabbalist, der einen heftigen Meinungstreit mit Maimonides austrug. Aus seiner Feder stammen „Gesetz des Hauses“ und „Herr der Seele“. Berühmt ist sein Kommentar zum Sepher Yezirah, der auf die nachfolgenden spanischen … Weiterlesen
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Rabe
Gilt einerseits als Seelenvogel, andererseits aufgrund seiner schwarzen Farbe und seiner krächzenden Lautäußerungen als Unglückskünder bzw. als Verkörperung eines teuflischen Wesens. Lässt er sich auf einem Hausdach nieder, zeige dies angeblich einen bevorstehenden Todesfall an. Im Zeichen des R. stand … Weiterlesen
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Rabelais, François
(* Um 1494/95 Chinon, Frankreich; † 09.04.1553 Paris), Benediktiner, Arzt, Anatom, Dichter, bedeutender Prosa-Autor der französischen Renaissance. R., Sohn eines wohlhabenden Advokaten, besuchte Klosterschulen, wurde Franziskaner und um 1520 Priester. 1524 reiste er zum befreundeten Bischof von Maillezais. Mit Erlaubnis … Weiterlesen
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Rabenamulette
Werden von den Inuit getragen, um Jagderfolge zu erzielen. Teils aus Rabenklauen gefertigt, werden die Amulette an die Körbe gehängt, in denen Mütter ihre Babys herumtragen, und Rabenfedern werden manchmal in die Kleidung von Knaben eingenäht. Eine Rabenrassel verwendet der … Weiterlesen
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Rabenhaupt
(Lat. caput corvi), alchemistische Allegorie für die vor sich gehende Aufhellung (albedo) des entstehenden Steins der Weisen, der sich nach anfänglicher Schwärzung (nigredo) aus der materia prima bildet. Dargestellt wird er meist als Rabe, dessen Kopf weiß wird. Eine andere … Weiterlesen
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Rachepuppe
Das im Schadenzauber verwendete plastische Abbild eines zu treffenden fernen Gegners, entspringt einer primitiven Vorstellungswelt. Dieses Bild wird in Gestalt einer Puppe aus Wachs, Teig, Ton, Lehm, Kreide, Holz, Eisen oder Blei hergestellt und unter Zauberformeln an bestimmten Stellen entweder … Weiterlesen
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Rad
Symbol der Bewegung, des Sonnenweges durch Raum und Zeit und des Lebenslaufes. In jüngerer Steinzeit und Bronzezeit ist das R. als Scheibe oder R.kreuz ein Sinnbild für die Sonne bzw. ihren Weg um die Welt. Vierfache oder achtfache Ringteilungen nordamerikanischer … Weiterlesen
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Rad der Wiedergeburten
Eine auf dem Glauben an Karma und Reinkarntion beruhende hindustische Vorstellung, derzufolge Geburt, Tod und Wiedergeburt in endloser Folge erlebt werden, bis man die spirituellen Lektionen, die das Leben bereithält, begriffen und Befreiung (Moksha) erlangt hat. Wer diesen Zustand erreicht … Weiterlesen
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Rad des Jahres
Im Wicca-Kult wird der Sonnenzyklus in 8 Sabbate unterteilt, die zusammen als „Rad des Jahres“ bezeichnet werden. Es sind dies die 2 Sonnenwenden, die 2 Tagundnachtgleichen (Äquinoktien) und die 4 Jahreskreispunkte dazwischen. Lit.: Drury, Nevill: Magie: vom Schamanismus und Hexenkult … Weiterlesen
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Rad des Pythagoras
Auch Rad des Schicksals genannt, eine seit dem 16. Jh. vor allem in Frankreich beliebte Form der Schicksalsbefragung, wozu drei Zahlenwerte benötigt werden: 1. Zahlenwert des ersten Buchstabens des Vornamens, 2. Zahlenwert des Wochentages, an dem die Schicksalsbefragung durchgeführt wird, … Weiterlesen
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Rademacher, Johann Gottfried
(* 04.08.1772 Hamm/Grafschaft Mark; † 09.02.1850 Goch), Arzt, Autor medizinischer Schriften und Schöpfer eines eigenen heilkundlichen Systems. Mit 18 Jahren nahm R. das Studium der Medizin in Jena auf. Sein wichtigster Lehrer dort war Christoph Wilhelm Hufeland. 1794 promovierte R. … Weiterlesen
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Radewijns, Florens
(Um 1350-1400), aus Leerdam/Niederlande, hervorragender Schüler des Kirchenrechtlers Gerhard Grote, eigentlicher Organisator der Devotio moderna (persönliche Lebensführung in innerlicher Frömmigkeit), erster Rektor der Brüderschaft vom gemeinsamen Leben in Deventer, Gründer des Klosters zu Windesheim. R. misstraute jedweder Spekulation und betonte … Weiterlesen
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Rādhāsvāmī
(„Herr der Rādhā“), indische Reformsekte mit angeblich mehr als 100.000 Anhängern. Begründet wurde sie 1861 durch Shivadayāl Singh, der mit seinen beiden unmittelbaren Nachfolgern die Dreizahl der irdischen Erscheinungsformen des höchsten Wesens darstellt. Nach Vorstellung der R. durchdringt das höchste … Weiterlesen
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Radiästhesie
(Engl. radiesthesia). Der Begriff wurde 1930 in Frankreich von dem katholischen Geistlichen Abbé M.L. Bouly, Priester von Hardelot-Plage, geprägt und ist eine latein.-griechische Wortkombination, bestehend aus dem lateinischen Substantiv radius („Strahl“) und dem griechischen Verb aisthesis oder aisthanomai (wahrnehmen, empfinden, … Weiterlesen
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Radiästhet
Auch Radiästhesist, Personen, welche die Fähigkeit haben, unsichtbare Strahlungen unter und über der Erde, in der Natur, an Pflanze, Tier und Mensch mittels Rute und/oder Pendel wahrzunehmen und nach bestimmten Grundsätzen und Methoden zu deuten. Rute und Pendel fungieren dabei … Weiterlesen
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Radionik
(Engl. radionics), Diagnosemethode, die davon ausgeht, dass jedes Lebewesen mit einem „Energiefeld“ (Aura) ausgestattet ist, dessen Schwingungen sich, insbesondere bei Krankheiten, verändern. Diese Lehre wurde von dem amerikanischen Arzt Albert Abrams um 1900 aufgestellt, von seiner Landsmännin Ruth Drown, den … Weiterlesen
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Radiostimmen
Bezeichnung angeblich paranormaler (psychophoner) Tonbandstimmen, die gewonnen werden, indemman ein Tonbandgerät direkt an ein Radiogerät anschließt, das auf einen sendefreien Bereich eingestellt ist. Lit.: Bonin, Werner: Lexikon der Parapsychologie. Bern/München: Scherz, 1976.
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Radkreuz
Vierarmiges Kreuz in einem Kreis, als Licht- und Sonnensymbol vor allem im asiatischen Raum und bei den Germanen beheimatet. Für Letztere symbolisierte es auch den Jahreslauf und das sich immer wieder erneuernde Leben. In der christlichen Kunst wird sein Symbolgehalt … Weiterlesen
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Radnaben-Segen
In diesem Segen soll durch eine Analogiehandlung bzw. das Drehen eines Wagenrades die Rückkehr eines Diebes an den Ort seiner Handlung erreicht werden. Von der Stelle, an der er das Haus verlassen hat, schneidet der Bestohlene drei Spänlein ab, fügt … Weiterlesen
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Raga
Bedeutet in der indischen Musik „das, was den Geist färbt“. Während das Wissen um die Wirksamkeit von Tonfärbungen und Skalensystemen auf die menschliche Seele in der westlichen Musikkultur der letzten Jahrhunderte fast vollständig zum Erliegen gekommen ist, verfügen außereuropäische Kulturen … Weiterlesen
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Ragnarök
Bedeutendes Ereignis in der nordischen Mythologie, das als das Ende der Welt und der Götter bekannt ist. Der Begriff stammt aus dem Altnordischen und bedeutet wörtlich „Endschicksal der Götter“. Er wird in verschiedenen altnordischen Quellen, insbesondere der Edda, ausführlich beschrieben … Weiterlesen
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Ragon de Bettigny, Jean-Marie
(* 25.02.1781 Bray-sur-Seine, Frankreich ; † 22.03.1862 Paris), Pseud. Chevalier Marie de Vénise, französ. Esoteriker, Autor, Historiker der Freimaurerei. 1803 Aufnahme in die Loge ,Reunion des Amis du Nord‘ in Brügge, Belgien. Nach seiner Rückkehr nach Paris 1805 gründete er … Weiterlesen
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Rahab
(Hebr., Gewalt), Name eines Engels, der Macht über die Gewässer der Erde hat. Als er sich anschickte, die Juden an ihrer Flucht aus Ägypten durch das Rote Meer zu hindern, wurde er von Gott verstoßen. Seither gilt er als Todesengel … Weiterlesen
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Raimundus Lullus
Ramon Llull (* 1232 Palma de Mallorca; † 1315/16), Franziskanerterziar, Theologe, Mathematiker und Mystiker, „Doctor illuminatus“, selig 1847 (Fest: 29. Juni). R. war Sohn eines katalanischen Ritters, Oberhofmeister am Hof von König Jakob I., heiratete 1254 Blanca Picany. Der Ehe … Weiterlesen
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Rainfarn
(Tanacetum vulgare), auch Pompelblume, Gürtler, Kraftwurz, Goldknopf, Wurmkraut; Korbblütler mit würzig duftendem ätherischem Öl. Eine alte Zauber- und Heilpflanze, die, falls am Tag Maria Himmelfahrt geweiht, Schutz gegen Zauberer, Hexen und sogar gegen den Teufel verleihen soll. Lit.: Schöpf, Hans: … Weiterlesen
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Rais, Gilles de
(* 1404 auf Schloss Champtocé bei Angers, Frankreich; † 26.10.1440 Nantes), Gilles de Montmorency-Laval, Baron von Rais, reicher frz. Aristokrat, Serienmörder, kämpfte als Soldat zusammen mit Jeanne d’Arc gegen die Engländer, bis er 1432 aus dem Militärdienst schied. R. ließ … Weiterlesen
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Raja-Yoga
(Skrt., wörtl. „der königliche Yoga“), einer der vier wichtigsten Yoga-Wege zur Vereinigung mit Gott nach einem von Patañjali in seinem Yoga-Sūtra aufgezeichneten System. Der Begriff „Rāja-Yoga“ wurde jedoch erst lange nach Patañjali geprägt. Der R. besteht aus folgenden acht Stufen: … Weiterlesen
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Rajas
(Skrt.), in der indischen Philosophie und im Hinduismus eine der drei Gunas (Eigenschaften) der feinstofflichen Materie. Die Gunas wurden ursprünglich in der Samkhya-Philosophie systematisiert und zeigen Charakteristika der Prakriti (Urmaterie). Später fand die Guna-Lehre auch Eingang in den Vedanta. Heute ist sie Teil des hinduistischen Allgemeinguts. Jede der drei Gunas hat unterschiedliche … Weiterlesen
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Rakshasas
Indischer Name furchterregender Dämonen, zu denen auch ihre weiblichen Gegenstücke (Rakshasis) gehören. Nach hinduistischem Glauben handelt es sich bei ihnen um bösartige Halbgöttter, die jede beliebige Form annehmen können. Während sie ihre Artgenossen gut behandeln, lernen Außenseiter meist ihre gierige, … Weiterlesen
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Ram, Nilakanta Sri
(* 15.12.1889 Thanjavur, Tamil Nadu/Indien; † 08.04.1973 Adyar), indischer Theosoph, Mitglied der TG seit 1908, Bruder v. Rukmeni Devi Arundale, nach dem britischen Theosophen Ernest E. Wood Privatsekretär von Annie Besant; 1950 Rektor der „Neuen Schule der Weisheit“ (School of … Weiterlesen
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Rama
(Skrt. ram, „derjenige, an dem sich die Weisen ergötzen“), ein Avatar, eine Inkarnation des Hindu-Gottes Vishnu, des Bewahrers des Universums. Vermutlich war R. ursprünglich ein Volksheld, den man allmählich zu einem Avatar Vishnus umdeutete. Er stieg auf die Erde herab, … Weiterlesen
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Ramakrishna, Gadadhar Chatterji
(* 18.02.1836 Kamarpukur bei Kalkutta, Westbengalen; † 16.08.1886 Kalkutta), Sohn eines verarmten orthodoxen Brahmanen, ind. Mystiker, neohinduistischer Reformer; Weisheitslehrer und Vertreter eines harmonisierenden Synkretismus, wonach alle Religionen auf verschiedenen Wegen zum Göttlichen führen. Schon als Kind zeigte R. einen Hang zur … Weiterlesen
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Ramana, Maharshi Venkataraman
(* 30.12.1879 Tiruchuli, südöstl. v. Madurai, Südindien; † 14.04.1950 Tiruvannamalai), Hindu-Mystiker, ind. Guru, Rishi (Weiser) im Sinne der Advaita-Vedanta-Tradition, „der Weise von Arunachala“, Lehrer P. Bruntons; Vertreter des Inana-Yoga (Weg der Erkenntnis). An seinem Wirkungsort entstand schon zu Lebzeiten der Ramanashram … Weiterlesen
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Ramanuja
(ca. 1055-1137), gefeierter Philosoph und Vaishnava-Heiliger Südindiens, Begründer der Philosophie des Vishishtādvaita-Vedānta (eigenschaftsbehafteter Nicht-Dualismus), dessen höchstes Lebensideal in der Liebe zu Gott (Bhakti) sowie in der Erkenntnis bestand, dass alle Wesen und auch alle unbelebten Dinge „Formen Gottes“ sind. R. … Weiterlesen
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Rāmāyana
(Skrt., „Ramas Lebenslauf“). Das altindische Sanskrit-Nationalepos R. erzählt in 24.000 Doppelversen die Geschichte von Rāma und seiner Frau Sītā, von seiner Verbannung, von der Entführung seiner Frau durch den Dämonen Rāvana und beider Rückkehr nach Ayodhyā. Vom 5. Jh. v. … Weiterlesen
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Ramesseum-Papyri
Unterhalb des im 13. Jh. v. Chr. errichteten Totentempels Ramses’ II. stießen die Ägyptologen James Quibell und William M. Flinders Petrie 1895 auf einen Grabschacht aus einer früheren Epoche (18. Jh. v. Chr.), der neben sonstigen Beigaben auch einige stark … Weiterlesen
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Ramonet, Jeanne-Louise
(* 07.10.1910; † 19.02.1995), viertes von neun Kindern der Familie Yves Ramonet und Marie-Yvonne Porhel. Von Kindheit an krank, wuchs R. in einer tiefgläubigen Atmosphäre auf und lebte als Bäuerin in Kérizinen bei Plounévez-Lochrist, Bretagne, Frankreich. Visionärin, erste Marienerscheinung am … Weiterlesen
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Rampa, Tuesday Lobsang
Pseud. (* 08.04.1910 Plympton/Devonshire; † 25.01.1981 Calgary), recte Cyril Henry Hoskin, engl. Schriftsteller. Seine ominöse Publikation The Third Eye (1956) wurde binnen kurzer Zeit ein Bestseller. Das Buchmanuskript wurde trotz verschiedener Einwände seitens einiger Tibetexperten gedruckt und in 12 Sprachen … Weiterlesen
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Ran
Nordische Meeresgöttin, Gemahlin Ägirs, dem sie mehrere Töchter gebar, die als Personifikation der Meereswogen galten. Ihre ungewöhnliche Schönheit verzauberte die Seefahrer, so dass sie Schiffbruch erlitten und ertranken. R. sammelte sie mit einem Netz ein und brachte sie in ihren … Weiterlesen
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Randi, James
(* 07.08.1928 Toronto, Kanada; † 20.10.2020 Plantation, Florida/USA), eigentl. Randall James Hamilton Zwinge, Skeptiker und a priori erklärter Gegner der objektiven Realität sog. paranormaler Phänomene; arbeitete seit den 1950er Jahren als Bühnenmagier, Entfesselungskünstler („The Amazing Randi“ in der US-amerikan. TV-Show … Weiterlesen
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Randolph, Dr. Paschal Beverly
(* 08.10.1825 New York; † 29.07.1875 Boston/USA), amerikan. Esoteriker, studierte nach einem wechselvollen Leben Medizin, reiste 1850 nach Europa und erhielt in Frankfurt/M. die Einweihung in die Rosenkreuzer-Bruderschaft. Nach kurzer Tätigkeit in der Reformpartei in den USA (Treffen mit Lincoln) … Weiterlesen
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Randomisierung
Verfahren, bei dem die Versuchspersonen unter Verwendung eines Zufallsmechanismus unterschiedlichen Gruppen (Versuchsgruppe und Vergleichs- bzw. Kontrollgruppe) zugeordnet werden. Auf diese Weise sollen bekannte und unbekannte personengebundene Störgrößen gleichmäßig auf Experimental- und Kontrollgruppen verteilt werden. Es sollen im Mittel gleiche Voraussetzungen … Weiterlesen
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Rangabzeichen
Sind bei vielen naturvölkischen Gesellschaften als Zugehörigkeitszeichen zu bestimmten Rangklassen (Sklaven, Freie, Adel), als Auszeichnung oder Kennzeichnung fürstlicher Abstammung in Gebrauch. Bei afrikanischen Königskulturen vom indischen Ozean bis zum Atlantik gilt z.B. der Dreizack als Zeichen der Würde. In Amerika … Weiterlesen
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Rangda
Bezeichnung einer in den Mythen und Dramen Indonesiens auftretenden Gestalt bzw. „Hexe“, die vor allem in theatralischen Vorführungen auf Bali häufig als Widersacherin des Helden fungiert, der durch seine kühnen Aktionen ihr gegenüber seine Kraft beweist. Ihr Äußeres ist schlicht … Weiterlesen
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Ranguma
In Neuguinea, wo die Verantwortung für Krankheit oder Unglück allgemein nur selten Hexen zugeschrieben wird, glauben die an der Nordküste lebenden Tangu an ein Ranguma genanntes Wesen, das teils hexenähnliche Züge aufweist. Wie viele Stämme Neuguineas sind auch die Tangu … Weiterlesen
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Rao, Koneru Ramakrishna
Dr. (* 04.10.1932 Enikepadu/Indien; † 09.11.2021), Univ.-Prof., Philosoph, Parapsychologe. Studium der Philosophie und Psychologie in Indien (Andhra University, Waltair) und in den USA (Chicago und Duke University), Direktor der Foundation for Research on the Nature of Man in Durham, North … Weiterlesen
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Raphael
(Hebr., in der Bedeutung von Gott heilt oder Gott erweist sich als Arzt); in 1 Chr 26,7 biblischer Personenname. Im Buch Tobit ist R. einer der sieben hll. Engel, der seine Heilkraft auch durch Vermittlung wohlwollender Geister ausübt. Im magischen … Weiterlesen
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Rapport, magnetischer
Beziehung zwischen Magnetiseur und Medium, eine Empfindungsgemeinschaft, durch die der Wille des Magnetiseurs auf die seelische Funktion des Mediums einen bezwingenden Einfluss erhält, während dieses gleichzeitig die Seelenzustände des Magnetiseurs umittelbar erlebt. Lit.: Werner, Helmut.: Lexikon der Esoterik. Wiesbaden: fourier, … Weiterlesen
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Raps
(Engl. rap, Schlag, Anklopfen), Klopflaute paranormalen Entstehens ohne physische Bewirkung in der Nähe medialer Menschen oder auch spontan (Spuk, Anmelden); von spiritistischer Seite vor allem durch die Geschwister Fox in Hydesville, New York, mittels eines Klopfalphabets zur Verständigung mit der … Weiterlesen
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Raptus
(Lat., Raub, gewaltsame Entführung), metaphorisch betrachtet in Prophetie und Mystik: Entrückung, Ekstase, Schau Gottes. Lit.: Rotzetter, Anton: Lexikon christlicher Spiritualität. Darmstadt: Wiss. Buchges., 2008.
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Ras Schamra
Das alte Ugarit, eine Stadt an der syro-phönizischen Küste, deren geistegeschichtliche Stellung einerseits in der Bibel, besonders im AT, andererseits im Griechentum eine Rolle spielte. Als Gottheiten treten u.a. hervor Baal, Herr des Regens, aber auch sterbender Vegetationsgott; El, alter … Weiterlesen
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Rasa
(Skrt., „Geschmack“, „Leidenschaft“), im Hinduismus ein Zustand spiritueller Ekstase bei der Vereinigung mit dem Göttlichen. Ganz allgemein bezeichnet R. den nicht in Worte fassbaren mentalen Zustand der Freude und Erfüllung, der sich beim Betrachter beim Anblick eines gelungenen Kunstwerks einstellt. … Weiterlesen
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Rasenbilder
Auch Scharrbilder, entstehen durch Freilegung eines kalkhaltigen, hellen Untergrundes. Eine Datierung ist schwierig. Europäische Beispiele sind das bei Uffington in England angeblich aus vorchristlicher Zeit stammende 110 m lange „weiße Pferd“ sowie der 55 m große „Riese“ bei Cerne Abbas … Weiterlesen
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Rashnu
Im Parsismus und Zoroastrismus der Engel des Urteils, der auf der Brücke Chinvat zwischen Erde und Himmel steht und jene beurteilt, die an ihm vorübergehen. Zusammen mit Mitra und Zraosha ist R. einer der drei Richter, welche die guten und … Weiterlesen
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Rasiel
Das Buch Sepher Rasiel ha-maleach (Buch des Engels Rasiel) oder „Adamsbuch“, in der heutigen Fassung eine Sammlung aus lose aneinandergereihten mystischen Traktaten über die Gottesnamen und ihren Gebrauch, über Astronomisch-Astrologisches, Engel usw. Die Sammlung schließt mit einer Beschreibung der Wirksamkeit, … Weiterlesen
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Rasputin, Grigori Jefimowitsch
(* 10.01./laut gregorian. Kal. 22.01.1869 Pokrowskoje; † 17.12./laut gregorian. Kal. 30.12.1916 St. Petersburg), russ. Mönch, Mystiker, Mitglied der neugnostischen Chlysty-Sekte; Geistheiler bzw. Wunderheiler. Im Alter von 17 Jahren begann R. eine fünfzehnjährige Pilgerzeit auf der Suche nach Erleuchtung und Wahrheit. … Weiterlesen
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Rassel
Durch Schüttelbewegungen zum Klingen gebrachtes und zumeist im kultischen Bereich eingesetztes Schlagidiophon, das sich schon in vorgeschichtlicher Zeit nachweisen lässt. Die R.n gelten häufig als Geistersitze und der durch das Schütteln hervorgebrachte Ton wird als Geistersprache interpretiert. Lit.: Nölle, Wilfried: … Weiterlesen
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Ratatöskr
Auch Ratatosk, Ratatösk oder Ratatwisker, in der nordischen Mythologie ein Eichhörnchen, das zu den Tieren des Weltenbaums Yggdrasil gehört und unentwegt an dessen Stamm auf- und abläuft, um dem schlangenartigen Drachen Nidhöggr am Fuße des Weltenbaums die Worte des Adlers … Weiterlesen
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Rationalisierung
Besteht in der Verwendung von Möglichkeiten, um die Effizienz eines Systems oder einer Handlung zu steigern. Im Gesundheitswesen findet dieser Prozess zunehmend durch den Einsatz innovativer Technologien statt, in der Psychologie durch die Verwendung von Tests und in der Paranormologie … Weiterlesen
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Ratisbonne, Alphonse
(* 01.05.1814 Straßburg; † 06.05.1884 Ain Karim bei Jerusalem), einer angesehenen jüdischen Familie entstammender Anwalt und Bankier, Konvertit, Bruder von Theodore R. (1802-1884). Als Freigeist und Kirchengegner erfuhr er am 20.01.1842 durch eine Marienerscheinung in der Kirche S. Andrea delle … Weiterlesen
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Rätsch, Christian
(* 20.04.1957 Hamburg; † 17.09.2022 Kißlegg), Altamerikanist und Ethnologe, dessen Fachgebiet die Erforschung des ethnomedizinischen und rituellen Gebrauchs von Pflanzen und Pilzen war. Er widmete sich insbesondere der kulturellen Nutzung psychoaktiver Pflanzen und Pilze im Schamanismus. Seine 1998 erstmals erschienene … Weiterlesen
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Rätsel
Dienen einerseits der Unterhaltung, können aber auch tiefere religionsgeschichtliche Bedeutung haben, wie ihre Verwandtschaft mit dem Mythus zeigt, mit dem sie auch die Belebung der Natur teilen. Dazu gehören Odins Vorliebe für R.fragen (im Wettkampf mit König Heidrek), die R. … Weiterlesen
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Ratte
In Süd- und Ostasien Glücksbringer, in der indischen Mythologie Reittier des Ganesha, des elefantenköpfigen Gottes der Weisheit. Bei primitiven Völkern in Vorderindien tritt die R. als eine Art Kulturbringer auf, dem die Menschen das Feuer bzw. den Reis verdanken. So … Weiterlesen
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Rau(c)hnächte
Verbreitet im bayerisch-österreichischen Raum, meint Unterschiedliches: Die 12 Tage zwischen dem 1. und 2. Weihnachtsfest, also 25. Dezember bis 6. Januar, zählt der Volksglaube zu den R.n. Es sind dies jene Nächte, in denen vorwiegend im alpenländischen Raum zum Schutz … Weiterlesen
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Rauch
Symbol der Verbindung zwischen Himmel und Erde, Geist und Materie. Die R.säule wurde gelegentlich symbolisch zur Weltachse in Beziehung gesetzt. Lit.: Becker, Udo: Lexikon der Symbole. Freiburg i.Br.: Herder, 1998.
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Rauchen-Spuk
Von Oktober 1923 bis März 1924 ereignete sich auf der Rauchenalm in Mautern in der Steiermark, Österreich, ein aufsehenerregender Spukfall, der von Mitgliedern des Redemptoristenklosters Mautern ausführlich dokumentiert wurde. Die Wiedergabe dieser 1924 abgeschlossenen handgeschriebenen Dokumentation vermittelt ein sehr anschauliches … Weiterlesen
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Räuchermittel
Bei Räucherungen in der zeremoniellen Magie wird eine Reihe von Harzen und Pflanzenteilen verwendet, die nach bestimmten Rezepten zusammengestellt sind. Für Beräucherungen benötigt man noch sog. Rauchfasskohlen, wodurch das eigentliche Räuchergemisch nach dem Entzünden zum Schmelzen und Verdampfen gebracht wird. … Weiterlesen
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Räucherpflanzen
Aromatische Pflanzen, die bei heiligen Handlungen geraucht oder geräuchert werden. Durch das Freiwerden und Wirksamwerden der in ihnen lebenden Geister sollen Orte gereinigt, Dämonen und Krankheiten vertrieben und die Götter positiv gestimmt werden. Räucherungen mit bestimmten R. können auch den … Weiterlesen
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Räucherstab
Auch Räucherstock, duftende Substanz, die zu Stäben zusammengepresst oder gebündelt in der religösen Praxis der Asiaten bei Opferzeremonien verbrannt wird, um einerseits die Götter zu erfreuen und andererseits die Dämonen zu bannen. Lit.: Drury, Nevill: Lexikon esoterischen Wissens. München: Knaur, … Weiterlesen
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Räucherungen
Gehören zu den ältesten Methoden, um Dämonen zu bannen und Heilung herbeizuführen. Ursprünglich wollte man damit auf den Geruchssinn der Dämonen einwirken und sie so vertreiben. Der starke Rauch hat vermutlich auch eine natürliche Wirkung, indem er Ungeziefer an der … Weiterlesen
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Räucherwerk
Bezeichnung aller Substanzen (Rohdrogen oder Einzelstoffe, Mischungen verschiedener Drogen), die auf glühende Holzkohle oder Kohle gestreut werden, um Rauch oder Dampf zu bilden. R. wurde praktisch zu allen Zeiten rituell genutzt. Das Entzünden von R. gehört zu den ältesten rituellen … Weiterlesen
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Rauchfang
Das „Windauge“, wie es die Germanen nannten, gilt im Volksglauben als das Tor, durch das die Geister ein- und ausgehen. Damit keine unholden Geister durchschlüpfen, schützte man es mit magischen Zeichen ‒ die Germanen hängten die Köpfe geopferter Pferde daran, … Weiterlesen
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Raudive, Konstantin, Dr.
(* 30.04.1909 Asune, Lettgalen/Lettland; † 02.09.1974 Bad Krozingen), Konzeptophoniker, Schriftsteller, Studium meist im Ausland (Paris, Edinburgh, Madrid), Schüler von C.G. Jung; studierte während der sowjetischen Okkupation seiner Heimat an der Universität in Uppsala Philosophie, Literatur und Psychologie; verheiratet mit Dr. … Weiterlesen
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Raum
Psychologisch gesehen der durch den individuellen Erlebnishorizont begrenzte Bereich psychischer Erfahrungen, der in Ausnahmezuständen paranormaler Art durchbrochen werden kann. Das R.erlebnis spielt bei vielen paranormalen Phänomenen eine entscheidende Rolle, so bei: Astralprojektionen, Bilokation, Raumveränderung unter Drogeneinwirkung, Trance, Ekstase, Apporten, Fernwirkungen … Weiterlesen
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Raum-Zeit-Kontinuum
Bezeichnet die gemeinsame Darstellung des dreidimensionalen Raumes und der eindimensionalen Zeit in einer vierdimensionalen mathematischen Struktur. Diese Darstellung wird in der Relativitätstheorie verwendet. Der Mensch erlebt Ort und Zeit als zwei verschiedene Gegebenheiten, u.a. wegen der mit der Zeit verbundenen Kausalität. (In der klassischen Physik und größtenteils in … Weiterlesen
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Raumhellsehen
Besondere Form des Hellsehens, bei der das Medium nur räumlich von dem auf paranormalem Weg erfassten Ereignis bzw. der Person getrennt ist; untere Form des Hellsehens, das zeitliche, bezieht sich auf Vergangenes wie auf Zukünftiges (Retrokognition/Präkognition). Lit.: Werner, Helmut: Lexikon … Weiterlesen
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Raumphilosophie
Die erste eigenständige R. in unserem Kulturkreis wurde von Platon entwickelt. Ihm zufolge existiert die sinnlich wahrnehmbare raumzeitliche Welt nicht eigenständig, sondern nur durch ihre Teilhabe am wahren Sein, an der Welt der Ideen (Tim. 51b, d; 52a). Der Humanist … Weiterlesen
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Raumzeit
Nach der Kosmologie von Stephen Hawking z.B. ist die relativistisch durch verschiedene Geometrien beschriebene R. geschlossen, endlich und zugleich in sich unbegrenzt. Ob sie eine Grenze zu einer anderen „Welt“ haben könnte, lässt sich durch geometrische Überlegungen nicht zwingend feststellen. … Weiterlesen
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Raupe
Als kriechende Larve (in Entsprechung zum Wurm) gelegentlich als Symbol für Niedrigkeit und Hässlichkeit gesehen, in Indien hingegen (weil sie über die Puppe zum Schmetterling wird) auch Symbol der Seelenwanderung. Lit.: Herder-Lexikon Symbole. Freiburg i.Br.: Herder, 2000.
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Raupert, John Godfrey
(1858-1929), britischer antispiritistisch eingestellter kathol. Autor, Mitglied der SPR. Bei der Interpretation medialer Phänomene vertrat er aufgrund eigener Erfahrungen in Séancen die dämonologische Hypothese. W.: Der Spiritismus im Lichte der vollen Wahrheit. Innsbruck/München, 1924; Christus und die Mächte der Finsternis: … Weiterlesen
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Rausch
Gesteigerter emotionaler Zustand, verursacht durch erregende Erlebnisse (Musik, Tanz) oder psychoaktive Pflanzen (Drogen), die Ekstase, Visionen, tranzendentale Erfahrungen oder allgemein Euphorie hervorrufen. Derlei Pflanzen finden Anwendung auf der ganzen Welt und in allen kulturellen Stadien, im Kontext von Geschichte und … Weiterlesen
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Raute
(Bot. Ruta graveolens, Weinraute), bis in prähistorische Zeit nachweisbar, wurde meist als Symbol des Weiblich-Mütterlich-Gebärenden gedeutet; sehr intensiv riechendes Gewächs, Zauberpflanze. Im Mittelalter herrschte Einigkeit darüber, dass die geweihte Raute in unterschiedlichsten Formen ihrer Anwendung, selbst in Räucherungen und Bädern, … Weiterlesen
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Ravana
Dämonenkönig von Lanka und Führer der Dämonenklasse der Rāksasas. Er gilt als Gegner des Rāma und wird im Rāmāyana als Verkörperung des Bösen dargestellt. R. soll zehn Köpfe und 20 Hände haben. Wegen seiner strengen asketischen Übungen (Tapas) früh in … Weiterlesen
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Ravasio, Eugenia Elisabetta
(* 04.09.1907 San Gervasio dʼAdda, jetzt Capriate San Gervasio bei Bergamo/Italien; † 10.08.1990), Mystikerin, Visionärin. Als jüngstes von acht Geschwistern wuchs R. in schwierigen familiären und finanziellen Verhältnissen auf. Der Arzt gab ihr als Frühgeburt im sechsten Monat keine Lebenschance. … Weiterlesen
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Rayleigh, Lord
John William Strutt (* 12.11.1842 Langford Grove/Essex; † 30.06.1919 Terlins Place bei Witham, Großbritannien), namhafter englischer Physiker; 1861 Studium der Mathematik am Trinity College in Cambridge, 1871 Heirat mit Evelyn Balfour, der Schwester von Arthur Balfour; seit 1873 Lord Rayleigh. … Weiterlesen
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Raziel, Buch
Jüdische mystische Sammlung, die nach ihren eigenen Angaben dem Adam durch den Engel Raziel übermittelt wurde. Das B. R. wurde erstmals 1701 gedruckt. Man glaubte, dass sein Besitz das Haus des Eigentümers vor Gefahren bewahren würde. Es setzt sich aus … Weiterlesen
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Re
Die höchste Erscheinung des Sonnengottes aus Heliopolis, nahm im ägyptischen Pantheon eine bedeutende Stellung ein. Er soll aus dem Urhügel hervorgegangen sein, der sich aus dem Wasser Nun erhob, und nach seiner Geburt einen Schöpfungsplan erstellt haben. Bisweilen wird er … Weiterlesen
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Reaktualisierung
Auch Reaktualisation, Wiederauftreten einer vergangenen Situation, z.B. das Durchspielen bzw. Wiedererleben eines Ereignisses aus der Kindheit während einer psychoanalytischen Sitzung oder die Rückversetzung in ein früheres Geschehen mittels Hypnose. Lit.: Bonin, Werner: Lexikon der Parapsychologie und ihrer Grenzgebiete. Bern/München: Scherz, … Weiterlesen
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Rebhuhn
Wegen seines tänzerischen Balzrituals ebenso wie die Taube der Aphrodite geweiht; ist häufig auf etruskischen Grabmalereien zu sehen. Laut Physiologus soll das R. fremde Eier bebrüten und die Jungen aufziehen, die dann aber später zu ihren wahren Elten zurückkehren und … Weiterlesen
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Rebirthing
(Engl. rebirth, Wiedergeburt), eine dem „New Age“-Umfeld angehörende spirituelle Form der Psychotherapie mit besonderen Atemtechniken. Bei dieser umstrittenen Methode sollen durch das Wiedererleben prä- und perinataler Störungen körperliche und spirituelle Erfahrungen gemacht werden. Ziel ist die Verarbeitung von durch das … Weiterlesen
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Rebis
Der Hermaphrodit, das zweigeschlechtliche Wesen. In seiner Einheit, d.h., indem es beide Gegensätze ‒ Männliches und Weibliches ‒ vereint, stellt er im Sinne alter alchemistischer Vorstellungen die höchste Stufe im Verwandlungsprozess dar, die erstrebte Ganzheit. Lit.: Paracelsus: Arzt und Gottsucher … Weiterlesen
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Rechenkünstler
Personen, die außergewöhnliche Leistungen im Kopfrechnen vollbringen. Bisweilen ist die Leistung an eine bestimmte Altersstufe gebunden (Wunderkinder). Der belgische Dramatiker und bedeutende Vertreter des Symbolismus Maurice Maeterlinck sah mögliche Beziehungen zwischen einer solchen Begabung und paranormalen Phänomenen. Lit.: Maeterlinck, Maurice: … Weiterlesen
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Rechts und Links
Die linke Seite galt schon in Ägypten als die Todesseite. Nach dem Papyrus Ebers (16. Jh. v. Chr.) tritt der Lebenshauch durch das rechte Ohr in den Körper ein, der Todeshauch hingegen durch das linke Ohr. Auch im heutigen Volksglauben … Weiterlesen
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Rectificatio
(Lat., Verbesserung), Ausdruck aus der Alchemie, der die Reinigung eines Stoffes durch wiederholte Destillation und Kondensation meint. Damit sollte der „Geist“ (des Stoffes) von irdischen Teilen befreit werden. Die R. bildete eine Stufe auf dem Weg zum Stein der Weisen. … Weiterlesen
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Recurrent Spontaneous Psychokinesis (RSPK)
Sich wiederholende spontane Psychokinese, Bezeichnung für die in einem Spukfall auftretenden Poltergeistphänomene, die ‒ Betrug ausgenommen! ‒ von der Fokusperson nicht bewusst erzeugt werden. Lit.: Puhle, Annekatrin: Das Lexikon der Geister: über 1000 Stichwörter aus Mythologie, Volksweisheit, Religion und Wissenschaft. … Weiterlesen
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Redehaupt
Ein sprechendes künstliches Haupt mit übermenschlichem Wissen. Papst Silvester II., Albertus Magnus und Roger Bacon waren angeblich im Besitz eines solchen orakelnden Sprechautomaten; Thomas von Aquin soll den seines Lehrers Albertus Magnus zertrümmert haben. Nach einer Überlieferung war Baphomet, ein … Weiterlesen
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Redi, Anna Maria
Ordensname Teresa Margareta vom hlst. Herzen Jesu (* 15.07.1747 Arezzo, Toskana; † 07.03.1770 Florenz), Nonne im Orden der Unbeschuhten Karmelitinnen, wird in der katholischen Kirche als Heilige verehrt. R. entstammte einer adeligen Familie und wurde von den Benediktinerinnen in Florenz erzogen. Schon … Weiterlesen
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Rediculus
(Gott der Rückkehr, röm. Mythologie), eine Gottheit, deren Tempel an der Via Appia vor der Porta Capena an genau jenem Punkt stand, wo Hannibal nach seinem Marsch auf Rom wieder umgekehrt war. Der Name kommt von redire, umkehren, und steht … Weiterlesen
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Reese, Bert
(1851-1926), geb. bei Posen/Polen, eigentl. Name Bertold Rieß, bekannt als amerikanisch-polnisches Medium und als Kartenleser. R. machte um die Jahrhundertwende in den USA und in Europa viel von sich reden, war Spiritualist, ein Freund von Aleister Crowley, und rühmte sich … Weiterlesen
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Reflex, bedingter hypogener
Bezeichnung des russischen Neurologen und Psychiaters Wladimir Bechterew und des Physiologen Leonid Wassiliew für den (auto)hypnotischen Zustand ihrer Versuchspersonen bei mentalsuggestiven Einschlafversuchen. Lit.: Bonin, Werner: Lexikon der Parapsychologie und ihrer Grenzgebiete. Bern/München: Scherz, 1976.
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Reflexzonentherapie
Auch Reflexzonenmassage genannt; Therapieform, bei der auf konkrete Punkte an Füßen, Händen und Ohren unterschiedlicher Druck ausgeübt wird, um eine Besserung bestimmter Beschwerden zu erzielen. Besagte Punkte sollen mit anderen Körperteilen oder Organen korrespondieren und durch deren Stimulation erhofft man … Weiterlesen
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Regardie, Francis Israel
Dr. (* 17.11.1907 London; † 10.03.1985 Sedona, Arizona/USA), Pseud. für Israel Regudy; Sohn armer jüdischer Immigranten, Magier, Okkultismusforscher, Mitglied des Golden Dawn. 1921 mit der Familie in die USA ausgewandert, zeitweise Privatsekretär (1928-1937) von Aleister Crowley, dessen Biografie er schrieb, … Weiterlesen
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Regen
Als Voraussetzung für Fruchtbarkeit und Leben mit der Symbolik des Wassers verbunden. In der altorientalischen Bildsprache sind die R.tropfen das Sperma von Göttern; Indra schüttet den R. herab, ist „Herr des Ackers“ und „Stier der Erde“. Die mittelalterliche Literatur spricht … Weiterlesen
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Regenbogen
Symbol der Verbindung zwischen Himmel und Erde, im Shintoismus und in der germanischen Mythologie als Brücke gedacht, auf der die Götter auf die Erde niedersteigen oder Verstorbene in das Jenseits gelangen. In Altarabien galt der R. als Waffe des Gewittergottes, … Weiterlesen
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Regenbogenschüsselchen
Volkstümliche Bezeichnung für keltische Goldmünzen in Form kleiner Schüsseln, die angeblich dort gefunden werden konnten, wo ein Regenbogen die Erde berührte. In Wahrheit wurden sie vermutlich durch heftige Gewitterregen freigelegt. Die Münzen sind schriftlos, tragen aber Abbildungen, die für das … Weiterlesen
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Regenmacher
Bei übermäßiger Trockenheit bedient man sich bei verschiedenen Völkern spezieller Methoden, um Regen herbeizuzaubern. Sog. Wetterschamanen verspritzen Wasser, Bier oder auch das eigene Blut auf die verdorrende Erde, während sie Zauberlieder singen, welche die Regengötter wecken oder günstig stimmen sollen. … Weiterlesen
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Regentanz
Sammelbezeichnung für Rituale, die vorwiegend in amerikanischen (indianischen) Stammesreligionen zur Sicherung von Regen praktiziert werden. Sie finden gelegentlich auch als schamanistische Handlungen in der Nähe von besonderen Felsbildern unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Regen wird überwiegend als schöpferische Substanz verstanden, … Weiterlesen
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Reghini, Arturo
Pseud. Pietro Negri (* 12.11.1878 Florenz; † 01.07.1946 Budrio bei Bologna), Esoteriker, Hochgradfreimaurer, befreundet mit dem Politiker Giovanni Amendola und dem Schriftsteller Giovanni Papini. Sein Interesse galt der pythagoreischen Zahlenlehre. In seiner 1903 in Florenz gegründeten philosophischen Bibliothek hielt R. … Weiterlesen
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Regimen Salernitanum
Eine Sammlung von Rezepten und Verfahren aus der Volksmedizin, die das Agnus Dei (Figur eines Lammes aus Wachs, welche ‒ zumindest im Idealfall ‒ vom Papst geweiht war) als Mittel gegen verschiedenste Übel empfiehlt. Lange Pergament‑ oder Papierstreifen mit Gebeten … Weiterlesen
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Regiomontanus
Pseud. (* 06.06.1436 Unfind bei Königsberg; † 06.07.1476 Rom), eigentlich Johannes Müller, deutscher Astrologe, Mathematiker, auch unter den Namen Joannes de Monte, Johannes Francus, Johannes Germanus bekannt; sein Pseudonym verweist auf seine Herkunft (Königsberg). R. studierte alte Sprachen und Mathematik … Weiterlesen
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Regulationstherapie
Alternativmediziner verstehen unter R. im weitesten Sinn jede Art von Therapie, die einen „aus dem Gleichgewicht geratenen“ Organismus wieder in den Zustand des Gleichgewichts zurückbringen soll. Dabei sollen in der Regel körpereigene Selbstheilungskräfte aktiviert werden. Das Ergebnis ist dann die … Weiterlesen
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Reibbrettorakel
Auf diese Orakelart stieß der englische Anthropologe Edward E. Evans-Pritchard (1902-1973), als er im Zuge seiner Forschungen die Vorstellungen der Zande in Zentralafrika genauer unter die Lupe nahm. Das bei ihnen praktizierte R. wird eher von Männern verwendet und besteht … Weiterlesen
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Reich, Wilhelm
Dr. (* 24.03.1897 Dobzau/Dobrzcynica, Galizien, einst Österreich, heute Ukraine; † 03.11.1957 Lewisburg, Pennsylvania/USA), österreichischer Arzt, Sohn jüdischer Eltern, marxistisch orientierter Psychoanalytiker, Schüler von Sigmund Freud. R. gilt als Begründer der sog. (heute nicht mehr haltbaren) Orgontheorie (Orgonomie). 1919 Jusstudium und … Weiterlesen
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Reichenbach, Carl Frhr. von
(* 12.02.1788 Stuttgart; † 19.01.1869 Leipzig), schwäbischer Chemiker, Naturforscher, Industrieller, Entdecker des Kreosots und Paraffins. Genannt der „Zauberer vom Cobenzl“ (das Schloss wurde in den 1950er Jahren abgerissen), Erforscher der Meteoriten. Seine Sammlung schenkte er der Universität Tübingen, die ihm … Weiterlesen
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Reiher
In Ägypten gelegentlich ein heiliger Vogel; auch Benu, der Göttervogel der ägyptischen Mythologie, der als Vorbild für den griechischen Phönix gilt, erscheint zeitweilig in R.-Gestalt. Wegen seines langen Schnabels begegnet der R., ähnlich dem Ibis, verschiedentlich als Symbol des Ergründens … Weiterlesen
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Reiki
Aus Japan stammende Bezeichnung für eine universelle Lebensenergie und zugleich für ein von dem japanischen Mönch Mikao Usui wiederentdecktes Behandlungsverfahren, das die Lebensenergie aktivieren, verstärken bzw. übertragen soll mit dem Ziel, das Wohlbefinden zu steigern, Krankheiten vorzubeugen bzw. zu behandeln … Weiterlesen
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Reinheit
Zuallererst eine lebenspraktische Notwendigkeit (Körperhygiene, Wohnstättenreinigung). Ohne R. sah man jedoch auch die Wirksamkeit kultischer Handlungen in Frage gestellt. Kulturell unterscheiden sich Reinigungsvorstellungen und -verfahren allerdings erheblich. Das Spektrum religiöser Reinigungvorstellungen, -verfahren, -rituale und -anlässe ist groß. Als Ursachen von … Weiterlesen
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Reinigungsriten
In den Pyramidentexten ist häufig von einem reinigenden Bad für Verstorbene die Rede, das nicht nur äußere Reinheit, sondern auch ein neues Leben gewährleisten sollte. Bei dem unter den alten Römern verbreiteten Reinigungsopfer (lustrum) wurden die Opfertiere vor der Schlachtung … Weiterlesen
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Reinkarnation
Der Begriff R. (nlat. reincarnatio, Wiederverkörperung) ist eine Neubildung des 19. Jahrhunderts als Sammelbezeichnung für unterschiedliche Vorstellungen der Wiedergeburt eines Verstorbenen in einer irdischen oder anderen leibhaften Gestalt. Er entstand im Rückgriff auf den Terminus Inkarnation, mit dem die Menschwerdung … Weiterlesen
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Reinkarnationstherapie
Psychotherapeutische Methode, bei der Personen durch Rückführung in ein vergangenes Leben ihre seelischen Pobleme überwinden. Dabei erleben sie Situationen, denen sie ihre Ängste zu verdanken haben. Nach dem erneuten Durchleben der betreffenden Situation lassen die Ängste nach oder verschwinden ganz. … Weiterlesen
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Reis
Entspricht in asiatischen Ländern als wichtigstes Nahrungsmittel dem Weizen in Europa und hat mit diesem daher im Wesentlichen auch die symbolischen Bedeutungen gemeinsam. Die mühsame Arbeit des R.anbaus wurde nicht selten als Folge eines Bruchs zwischen Himmel und Erde verstanden. … Weiterlesen
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Reise
Zielgerichtetes Zurücklegen eines Weges, auf dem manchmal auch Hindernisse zu überwinden sind; Symbol des Lebensweges bzw. im Besonderen ein Symbol für die Suche nach geistig-seelischen Zielen, die häufig als Gelobtes Land, als Insel der Seligen, als Schlösser und Heiligtümer verkörpert … Weiterlesen
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Reisesegen
Im Mittelalter waren schlechte Wege und Transportmittel Anlass für Gebete und Segnungsbitten vor Antritt einer Reise (itinerarium). Heute ist die Not der Reisenden eine andere. Das deutsche Benediktionale (n. 26) spricht von einem Segen für Urlauber, in dem die Nähe … Weiterlesen
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Reisigbündel
In China ein Symbol für das Werden und Vergehen der Menschheit: Wie ein R. zu- und wieder aufgeschnürt wird, so bestehe die Menschheitgeschichte aus stets neuen Formationen, die durch den Tod immer wieder aufgelöst würden. Manchmal wird das R. als … Weiterlesen
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Reiter
Symbol für die Beherrschung animalischer Kraft und Wildheit, woran die europäischen Reiterstandbilder von Herrschern bis heute partizipieren. Im 6. Kapitel der Offenbarung erscheinen nach Öffnung der ersten vier Siegel nacheinander die vier Apokalyptischen R. auf einem weißen, einem feuerroten, einem … Weiterlesen
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Rejdák, Zdenĕk
(* 07.11.1934 Josefov, Tschechien; † 24.12.2004), tschechischer Wissenschaftler, Begründer der Psychotronik. Die Bezeichnung Psychotronik führte R. 1967 ein. Die erste internationale Konferenz dazu organisierte er 1973, wo er Psychotronik als interdisziplinäres Gebiet definierte, welches die Wechselwirkungen zwischen lebenden Organismen und … Weiterlesen
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Relationismus
Philosophische Annahme, dass relativ zu unserer Welt eine Gegenüberwelt besteht, nämlich die Welt der Verstorbenen. Aus ihr zu uns herkommende Einwirkungen transzendentaler Art (z. B. „Transzendentalstimmen“) werden von uns als paranormal gedeutet, weil sie nicht unserem Weltbild entsprechen. Lit.: Zahlner, … Weiterlesen
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Relativismus, parapsychologischer
Bei Traugott Konstantin Österreich (1921) Bezeichnung des Sachverhalts, dass erkenntnistheoretische Gründe nicht ausreichen, um die spiritistische Hypothese zu verfizieren oder zu falsifizieren. Lit.: Bonin, Werner: Lexikon der Parapsychologie und ihrer Grenzgebiete. Bern/München: Scherz, 1976.
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Relativitätstheorie
Physikalische Theorie der hohen Geschwindigkeiten und der Anziehung von Massen. Einerseits besagt sie, dass das fundamentale Tempolimit in der Physik die Lichtgeschwindigkeit ist. Andererseits wird die Gravitation als geometrische Eigenschaft von Raum und Zeit erklärt. Die R. besteht aus zwei … Weiterlesen
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Religio
Bezeichnet das Gefühl, sich einer höheren Ordnung gegenüberzusehen, aus der man die gewissenhafte Ausübung kultischen Gehorsams ableitet. Die speziellen Bedeutungen, denen man in den Texten begegnet, wie etwa Gewissenhaftigkeit, Achtung, Ehrfurcht oder Verehrung, rühren von dieser Grundhaltung her. Das Gegenteil … Weiterlesen
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Reliquienkult
Schon der griechische Heroenkult kannte die Verehrung von Erinnerungsstücken (wozu auch Skelettteile, Haarbüschel, Zähne, Fingernägel usw. gehörten) Heiliger oder als heilig geltender Menschen, vor allem aber ist diese Teil des budddhistischen und christlichen Heiligenkultes. Manchen Reliquien werden wunderbare Eigenschaften zugeschrieben. … Weiterlesen
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REM-Phase
(Engl. Rapid Eye Movments oder Rolling Eye Movements), Schlafphase, die durch rasche Augapfelbewegung gekennzeichnet ist. Es ist dies die Traumphase. Nach dieser Erkenntnis wurden neue telepathische Traumexperimente möglich, da man nun erstmals den genauen Zeitpunkt eines Traumes feststellen konnte. Lit.: … Weiterlesen
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Rematerialisation
(Lat. Vors. re, wiederum; materia, Stoff), Gegenbegriff zu Dematerialisation, Rückführung eines in seiner körperlichen Sichtbarkeit aufgelösten (= dematerialisierten) Gegenstandes in seinen vorgängigen materiellen Zustand; bei medialen Sitzungen und bei Spuk auftretendes paraphysikalisches Phänomen. > Apport, > Materialisation. Lit.: Zahlner, Ferdinand: … Weiterlesen
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Rembold, Bernhard
(* Um 1710 Eschmar; † 1783 Köln), legendärer Prophet der deutschen Volksüberlieferung, genannt „Spielbähn“, weil er als Spielmann fromme Lieder gespielt habe. Ihm wird eine Prophezeiung mit 118 Versen zugeschrieben. Angeblich war er ein Klosterbote in der Benediktinerabtei Siegburg. Als … Weiterlesen
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Remission, spontane
(Lat. remittere, zurücksenden), in der Medizin unerklärliche plötzliche Besserung oder Heilung einer Krankheit. Ob dabei parapsychische Faktoren eine Rolle spielten, ist im Einzelfall zu prüfen. Lit.: Bonin, Werner: Lexikon der Parapsychologie und ihrer Grenzgebiete. Bern/München: Scherz, 1976.
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Remote Viewing
Oder remote perception (engl., Fernwahrnehmung), Bezeichnung für eine bestimmte Form des Hellsehens, eine hypothetische Art von Wahrnehmung. Ab Mitte der 1970er Jahre wurden von der US-Regierung parapsychologische Fernwahrnehmungs-Experimente gefördert und dann unter Geheimhaltung weitergeführt (Project Stargate). Bei solchen Experimenten versuchten … Weiterlesen
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Rémy, Nicolas
(* Um 1530 Charmes/Vosges; † 1612), französischer Jurist, Richter und Dämonologe, Autor eines umfangreichen Kompendiums zum Hexenwesen, Dämonolatria (1595). Als Generalstaatsanwalt (Vertrauter Karls III. von Lothringen) führte R. 30 Jahre lang bei zahllosen Hexenprozessen des 16. Jh. den Vorsitz, war … Weiterlesen
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