Mystiker

Zur Besonderheit der M. aller Zeiten und Traditionen gehören außergewöhnliche physische und psychische Phänomene, die, anders als bei Sensitiven, weit gefächert sind. Grundverschieden ist auch die Einstellung zu den Phänomenen selbst: Während Sensitive diese häufig für persönliche Zwecke nutzen, messen ihnen M. wenig Eigeninteresse bei und verwenden sie ausschließlich zum Wohle des andern. Bisweilen empfindet der M. seine diesbezüglichen Erfahrungen als unbequem oder gar belastend. Man könnte daraus schließen, dass hier ‒ durch noch ungeklärte Prozesse und Mechanismen ‒ die Entwicklung von Potentialen der menschlichen Psyche erlebt wird, die zu einem höheren Sinn hinstreben.

Lit.: Giovetti, Paola: Außergewöhnliche Phänomene im Leben von Mystikern und Heiligen, in: Andreas Resch: Paranormologie und Religion (Imago Mundi; 15). Innsbruck: Resch, 1997, S. 535-547, hier: 535.
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