Mystagogie

Auch Mystagogik (griech. mystagogia, „Einführung in Mysterien“), bezeichnet ursprünglich die Unterweisung von Jüngern in einen antiken Mysterienkult. Der unterweisende Priester heißt Mystagoge. In der Antike waren Mystagogen wichtige Beamte oder Priester. Die frühe christliche Kirche übernahm den Begriff für den Einführungsunterricht, der den Katechumenen vor ihrer Taufe erteilt wurde. Die Verwendung des Begriffs M. im Rahmen der Katechese ist bereits für das 4. Jh. christlich belegt.

Lit.: Fischer, Klaus P.: Gotteserfahrung: Mystagogie in der Theologie Karl Rahners und in der Theologie der Befreiung. Mainz: Matthias-Grünewald-Verlag, 1986; Berk, Tjeu van den: Aufbruch zur Mystik: den Reichtum spirituellen Lebens entdecken. Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus, 2004.
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