Mutesheer

Ebenso Wildes Heer, Wilde Jagd, Wütendes Heer lauten einige Namen für nächtliche Gespensterumzüge, in denen der Vorstellung nach dämonische Gestalten im Sturmwind ihr Unwesen trieben. Dieses Heer versammelte alle Dämonen, bösen Geister und Hexen der Gegend, die sich einmal im Jahr trafen und brausend durch die Lüfte fuhren.
In vielen Sagen des deutschen Sprachraumes gilt die Nacht als die Domäne gespenstischer Wesen. Die dunkle Zeit des Jahres um die Wintersonnenwende bzw. die Rauhnächte zwischen Weihnachten und Neujahr sind im alten Volksglauben speziell der Alpenländer die Zeit des Umzuges dämonischer Wesen, die oft durch groteske Masken (Perchten) verkörpert werden.

Lit.: Biedermann, Hans: Dämonen, Geister, dunkle Götter. Lexikon der furchterregenden mythischen Gestalten. Graz: Leopold Stocker Verlag, 1989.
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