Mut

Geiergöttin von Ascheru in der Nähe von Karnak, wo sie ihren Tempel hatte. M. wurde für die Gattin des Amun gehalten, von dem sie den Namen Amaunet erhielt. Mit Amun und dem gemeinsamen Sohn Chons wurde sie vor allem während des großen Opetfestes verehrt, in dessen Verlauf man vor ihrer heiligen Barke Opfergaben darbrachte. Durch die besondere Verbindung mit anderen Göttinnen erlangte die anfangs wenig bedeutende M. universale Wesenszüge. Außerdem scheint sie einer Löwengöttin angeglichen worden zu sein, da sie auch mit dem Kopf einer Löwin dargestellt wurde und dann, wie Sachmet, einen kriegerischen Charakter erhielt.

Lit.: Rachet, Guy: Lexikon des alten Ägypten. Darmstadt: Wiss. Buchges., 1999.
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