Museo del Purgatorio

Vor Jahren hat ein ein italienischer Missionar, Pater Vittore Jouet (1839-1912), eine Sammlung von Dokumenten mit Brandspuren zu einem „Museo del Purgatorio“, einem privaten Museum, zusammengetragen, das von allen Interessierten besucht werden kann. Viele Dokumente oder Fotos davon soll er selbst besessen haben. In dem 1974 erschienenen Führer sind lediglich zehn Sammelstücke aufgeführt. Wie verschiedenen Berichten zu entnehmen ist, wechselt der Besitzstand des Museums von Zeit zu Zeit. P. Reginal Omez schrieb vor offensichtlich mehreren Jahrzehnten: „Wir haben mehrmals das berühmte ,Museo der Seelen im Fegefeuerʽ in Rom besucht. Es ist nicht von den kirchlichen Autoritäten eingerichtet worden, sondern im Jahre 1900 von Pater Viktor Jouet, Priester vom Heiligen Herzen, Begründer der Zeitschrift ‚Das Fegfeuerʽ. Dieses Museum zeigt den Besuchern eine außerordentlich originelle und in ihrer Art zweifellos einmalige Sammlung; man kann hier Feuerspuren sehen, die von Seelen im Fegefeuer hervorgebracht worden sein sollen: auf Gebetstüchern (wie auf dem der Margarete Dammerle aus Erlingen), Messbüchern, Stoffen (wie dem Hemd des Sieur Joseph Leleux aus Mons, das den Abdruck brennender Finger, vom 21. Januar 1789 datiert, trägt, oder wie dem stark versengten Militärmantel der italienischen Wache, die während einer Nacht des Jahres 1932 im Pantheon das Zenotaphium des ermordeten Königs Humbert I. hütete, dessen Gespenst eine feurige Hand auf der Schulter des Soldaten abdrückte, nachdem es ihm eine Botschaft für Viktor Emmanuel III. anvertraut hatte), auf Brettchen, auf ,feuergravierten Stuhllehnenʽ usw.“ (R. Omez, 1973, S. 149).

Lit.: Omez, Reginald: Kann man mit den Toten in Verbindung treten? Aschaffenburg: Pattloch, 1973.
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