Musen

In der griechischen Mythologie weibliche Gottheiten der Künste und Wissenschaften, Töchter des Zeus und der Mnemosyne oder auch des Uranus und der Gaia. Sie hatten in Pierien östlich des Olymp (Pierische M. oder Pieriden), am Helikon in Boiotien (Boiotische M.) und auf dem Parnass bei Delphoi (Delphische M.) ihre Wohnstätten, die häufig an Quellen und Bächen lagen, wo sie, meist angeführt von Apollon Musagetes, tanzten und sangen. Ihre Zahl war ursprünglich auf drei beschränkt, doch traten sie schon bei Homer als Gruppe von neun Schwestern in Erscheinung, wobei jeder von ihnen bestimmte Funktionen des künstlerischen Bereiches zukamen. Es wurde Brauch, sie zu Beginn einer künstlerischen Arbeit anzurufen.
Die Römer setzten die M. mit den Camenae gleich.

Lit.: Holzapfel, Otto: Abendländische Mythologie. Freiburg i.Br.: Herder, 2002.
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