Muschelhörner

Harte Schalen von Meerestieren, die bei hinduistischen Ritualen verwendet werden und aus religiöser Sicht sehr bedeutsam sind. Schon in der hinduistischen Mythologie wurden sie als reiner Gegenstand gesehen und kamen bei religiösen Feiern zum Einsatz.
Eine von der Universität Berlin 1928 durchgeführte Untersuchung zum Klang des Muschelhorns zeigte, dass sein Ton bestens dafür geschaffen ist, Mikroorganismen zu vernichten, die Klangunterbrechungen verursachen. So zerstöre der Nachhall Bakterien innerhalb eines Radius von 365.76 m und kleine Organismen innerhalb 784,68 m. Auch bei bestimmten Krankheiten könne er heilend eingesetzt werden.
Zwei verschiedene Arten von M.n werden auch benutzt, um göttlichen Segen zu erlangen:
1. Linkshändige Muschel: Ihr Klang widerhallt in der Atmosphäre und erfülle den Hörer mit frischer Kraft. Eine Anbetung gilt erst als vollendet, wenn das Muschelhorn geblasen wurde. Während yogischer Aktivitäten stärke es die Lungen und die Atemwege und der Körper werde so von Krankheiten, vor allem Herzbeschwerden, befreit.
2. Rechtshändige Muschel: Von ihr berichtet die hinduistische Mythologie, dass Vishnu sie in seiner rechten Hand gehalten habe, als sie beim Quirlen des Ozeans aufstieg. Lakshmi wurde aus dem Ozean geboren und Vishnu heiratete sie, weshalb die Muschel eng auf diese Göttin bezogen ist.

Lit.: Śivānanda, Svāmī: Die ersten Stufen des Yoga. Büdingen-Gettenbach Lebensweiser-Verlag, 1955; Sivananda, Swami: Autobiographie von Swami Sivananda. Bad Mainberg: Yoga Vidya Verlag, 1999.
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