Mundanastrologie

(Lat. astrologia mundana, Weltastrologie), spezielle Richtung der Astrologie, die weitaus älter ist als die Individualastrologie und sich nicht mit Geburtshoroskopen befasst, sondern Aussagen über das Schicksal von Staaten, Städten, Völkern, über Kriege, Epidemien usw. macht. Staatshoroskope waren zwar schon den Arabern bekannt, zu politisch-prognostischen Zwecken wurden sie aber erst von den Engländern eingesetzt. Meist wird ein Gründungsdatum für die Erstellung eines Horoskops benutzt oder es wird nach Gemeinsamkeiten gesucht, die einem Planeten zugeordnet werden (z.B. kriegerisch Mars; Handel treibend Merkur). Die Grundlagen und alten Überlieferungen sind allerdings unsicher, weshalb sich nur wenige Astrologen mit M. befassen.

Lit.: Biewald, Roland: Kleines Lexikon des Okkultismus. Leipzig: Melizke, 2005.
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