Mummenschanz

Das Wort verweist auf den Karneval und hat die Bedeutung von „sich maskieren, vermummt tanzen, Unsinn treiben“ und leitet sich von dem spätmhd. „mummen“, (in eine Maske) einhüllen, her. Im 14.-16. Jh. bezeichnete M. ein beliebtes Würfelglückspiel, die „Schanz“ (von altfrz. cheance) bedeutete einen Glückswurf. Das Wort wurde u.a. von Goethe wiederbelebt, wobei die Verbindung zum Glücksspiel verloren ging. M. meint seitdem nur mehr Verkleidung und Unsinn treiben.

Lit.: Becker-Huberti, Manfred: Lexikon der Bräuche und Feste. Freiburg i.Br.: Herder, 2000.

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