Mul.Apin-Tafeln

Tafeln, die aus der Zeit um 700 v. Chr. stammen. Ihre Entstehung fällt mit einer Epoche genauester astronomischer Sternenbeobachtung in Babylon zusammen. Sie wurden in den Ruinen von Ninive in Assyrien ausgegraben und zeigen eingeritzte astrologische Motive.
Diese Tafeln, die nach einem Wort mit der Bedeutung „Pflug-Stern“ als Mul.Apin-Keilschriftserie bezeichnet wurden, waren Teil der Bibliothek von König Assurbanipal. Sie listen 18 Sterne und Sternbilder im Tierkreisgürtel innerhalb eines schematischen Jahres von 12 Monaten auf. Man vermutet, dass aus dieser Kombination eines schematischen Jahres zusammen mit der späteren Einführung der Fixsterne Aldebaran und Antares der babylonische Tierkreis entstand.
Die M. weisen auf eine enge Verbindung zwischen astronomischer Beobachtung und der Deutung von Vorzeichen hin.

Lit.: Drury, Nevill: Magie: vom Schamanismus und Hexenkult bis zu den Technoheiden. Aarau/München: AT Verlag, 2003.

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