Münchener Nachtsegen

Der im 13./14. Jh. aufgezeichnete M. gehört zu den ältesten Belegen für den Alpglauben. Der Verfasser der mittelalterlichen Beschwörungsformel erbittet unter Berufung auf christliche Heil- und Gnadenmittel, Psalmenanfänge sowie liturgische Verse göttlichen Beistand gegen alle nur denkbaren nachts umgehenden dämonischen Wesen, wobei Alp, Mahr und Trud noch deutlich differenziert werden, obwohl ihr Betätigungsfeld fast das Gleiche ist.

Lit.: Gienberger, Theodor von: Der Münchner Nachtsegen. Zeitschrift für deutsches Altertum 41 (N.F.29) (1897), 335- 363; Moser, Dietz-Rüdiger (Hrsg.): Glaube im Abseits: Beiträge zur Erforschung des Aberglaubens. Darmstadt: Wiss. Buchges., 1992.
Setze ein Lesezeichen für den Permalink.