Mu

(Jap., chin. wu, Nicht-sein) 1. Ausdruck aus dem Zen. Die Entfernung aller Begriffe und die Auflösung der Vorstellungen im Menschen ruft einen Zustand der Leere hervor, ohne die Erleuchtung nicht möglich ist.
2. Von Colonel James Churchward 1870 angenommener verlorener Kontinent im Pazifischen Ozean mit dem Zentrum südlich des Äquators. Diese Theorie wurde von dem französischen Fotografen und Amateur-Archäologen August Le Plongeon unterstützt, der Ausgrabungen von Maya-Ruinen vornahm und behauptete, dass sowohl die Maya als auch die Ägypter Nachkommen der „Muvianer“ seien. Vgl. Atlantis, Lemuria.
3. Magische Schnur in der tibetischen Glaubensvorstellung.

Lit.: Eliade, Mircea: Geschichte der religiösen Ideen. III/1: Von Mohammed bis zum Beginn der Neuzeit. Freiburg i.Br. u.a.: Herder, 3. Aufl. 1990; Guiley, Rosemary Ellen: Harper’s Encyclopedia of Mystical & Paranormal Experience. San Francisco: Harper, 1991; Diener, Michael S.: Das Lexikon des Zen. München/Wien: O.W. Barth Verlag, 1992.
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