Mosis, 8. und 10. Buch

Ein in Leiden, Holland, aufbewahrter Papyrus aus dem 4. Jh. n. Chr. enthält das 8. Buch M., ein langes Ritual in drei Fassungen. Dazu kommen eine „Unterweisung durch den Erzengel“, das 10. Buch M. sowie ein Gebet des M., das an die Mondgöttin Selene gerichtet ist. Der Text verweist auf einen „Schlüssel des Moses“, mit dem das 8. Buch ausgelegt werden könne und in dem zusätzliche Riten und Geheimnamen zu finden seien. Der Verfasser beruft sich häufig auf ein weiteres 8. Buch M. Als wichtig wird von ihm dabei die Kenntnis der 72 Gottesnamen (Schemhamphorasch) bezeichnet.
Die Nummerierung als 8. und 10. Buch M. erklärt sich daraus, dass beide Zahlen in der spätantiken Symbolik als vollkommen galten. Die in der okkulten Literatur erwähnten 9., 11., 12. und 13. Bücher Mosis sind nichts anderes als neuzeitliche Sammelwerke, die aus verschiedenen Vorlagen hergestellt wurden.

Lit.: Marc-Roberts-Team: Lexikon des Satanismus und des Hexenwesens. Graz: Verlag für Sammler, 2004.
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