Moser, Fanny

Dr., verh. Hoppe (* 27.05.1872 Badenweiler; † 24.02.1953 Zürich), Zoologin und namhafte parapsychologische Autorin mit (einseitig) animistischem Standpunkt, denn gegenüber vielen sog. physikalischen Medien ist ihre negative Beurteilung nicht gerechtfertigt (z.B. bei Maria Silbert).
M. entstammte mütterlicherseits dem Geschlecht der Sulzer in Winterthur. Studien in Lausanne und Freiburg, promovierte 1902 an der Univ. München über „Vergleichende Entwicklungsgeschichte der Wirbeltierlunge“. Weitere spezielle zoologische Arbeiten folgten (in Villefranche und in der marinbiologischen Forschungsstelle Neapel). 1903 Heirat mit Dr. Jaroslav Hoppe, einem tschechischen Musiker, den sie in seiner Krankheit von 1915-1927 pflegte.
Ihr parapsychologisches Schlüsselerlebnis hatte M. 1914, als sie in Berlin bei dem Medium Frau Fischer eine Tischlevitation erlebte. 1928 erhielt sie wiederum das Schweizer Bürgerrecht. Floh im Zweiten Weltkrieg aus Berlin und schmuggelte das Manuskript ihres Buches über Spuk heraus. In Zürich nahm sie Kontakt mit Peter Ringger (Herausgeber des Werkes) auf. Das Manuskript zum geplanten, aber nie gedruckten 2. Bd. erhielt postum Prof. Hans Bender, dessen Institut auch durch ihre Hinterlassenschaft wesentlich bereichert wurde. Ihre Urne ruht in einem Ehrengrab in Schaffhausen.

W.: Okkultismus ‒ Täuschungen und Tatsachen, 2 Bde. München: E. Reinhardt, 1935; Reprint in einem Band (mit Supplement ‒ Bibliogr., Errata-Liste) u. d. Titel „Das große Buch des Okkultismus“. Olten: Walter, 1974 (mit Einleitung v. Prof. Bender); Spuk: Irrglaube oder Wahrheitsglaube? Eine Frage der Menschheit. Baden: Gyr Verlag, 1950, Neuaufl. Olten, Freibg. i.Br.: Walter Verlag, 1977.
Lit.: Frei, Gebhard: Dem Andenken von Dr. Fanny Moser. Neue Wissenschaft 3 (1953) 8/9, 269-272; Locher, Theo: Fanny Moser, in: Parapsychologíe in der Schweiz gestern und heute, hrsg. v. d. Schweizerischen Vereinigung für Parapsychologie. Biel, 1986, S. 44-52.
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