Morse, Melvin

(* 11.12.1953), US-amerikanischer Prof. für Kinderheilkunde, der mehrere Jahrzehnte hindurch die Nahtoderfahrungen von Kindern untersuchte. Wie andere Forscher auf diesem Gebiet (z.B. Elisabeth Kübler-Ross oder Michael Sabom) ging er anfangs davon aus, dass es sich bei solchen Erlebnissen lediglich um krankhaft bedingte Halluzinationen handelte, welche die Todesangst lindern sollten. In einer groß angelegten Studie, an der Fachärzte aus den Bereichen Narkose und Hirnforschung sowie Neurologie und Psychiatrie beteiligt waren, kam er zur Schlussfolgerung, dass solche Erfahrungen weder durch Medikamente noch durch vom Gehirn produzierte Chemikalien noch durch krankhafte Halluzinationen oder mangelnden Sauerstoff erklärt werden konnten.

Lit.: Morse, Melvin/Perry, Paul: Zum Licht. München: München: Goldmann, 1994.
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