Morpheus

(Griech. morph, lat. figura, schöne Gestalt, Form, Aussehen), seit hellenistischer Zeit ein Traumdämon. Poetisch bei Ovid einer der 1000 Söhne des Schlafgottes Somnus/Hypnos, wörtlich ein „Bildner“ der menschlichen Gestalten, die rasch wechselnd im Traum erscheinen.
Der Apotheker Friedrich Wilhelm Sertürner, Entdecker des Morphiums, führte den besänftigenden Schmerzlöser 1817, etliche Jahre nach Darstellung des Alkaloids, in die Fachsprache ein.
Auf Ovids „Metamorphosen“ geht auch das umgangssprachlich verwendete „in Morpheusʼ Armen ruhen“ zurück, was so viel bedeutet wie „im Land der Träume tief und fest schlafen“.

Lit.: Karenberg, Axel: Amor, Äskulap & Co. Stuttgart: Schattauer, 2005.
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