Moriau, Bernadette

70. Heilungswunder von Lourdes.
Bernadette Moriau, geb. 1939, lebt zur Zeit der Heilung, am 11. Juli 2008, in ihrer Gemeinschaft in Besles bei Beauvais, Frankreich.
Sr. Bernadette ist Franziskaner-Oblatin vom Heiligsten Herzen Jesu und ausgebildete Krankenschwester. A
ls ihre Lähmungen 1966 beginnen, ist sie 27 Jahre alt. Es folgen ergebnislose Operationen und Behandlungen. In ihrer Gehfähigkeit wird sie zunehmend eingeschränkt, sodass sie schließlich ihren Beruf aufgeben muss.
Moriau ist 69 Jahre alt, als sie im Juli 2008 im Rahmen der Bistumswallfahrt nach Lourdes fährt. Sie sitzt im Rollstuhl, hat vier Wirbelsäulenoperationen hinter sich und erhält u.a. Morphium gegen die ständigen Schmerzen. Sehr beeindruckt ist sie laut eigenen Aussagen von der Segnung der Kranken in der Basilika Pius X. Sie erhält die Krankensalbung und betet viel für die Kranken um sich herum, nicht so sehr für die eigene Heilung.
Wieder zurück in Beauvais, befindet sie sich am 11. Juli mit ihren Mitschwestern gerade bei der Ewigen Anbetung, als sie um 17.45 Uhr plötzlich eine Wärme in ihrem Körper verspürt. Als sie in ihr Zimmer zurückkehrt, zieht sie das Korsett aus, legt die Beinschienen ab, den Neuro-Stimulator, und setzt das Morphin und alles andere ab. Ihre Lähmung ist verschwunden.
Geschehen ist die Heilung in einer Kapelle in Bresles, im Bistum Beauvais – und zwar genau in dem Moment, in dem in Lourdes die Eucharistische Prozession mit dem Allerheiligsten stattfand. 
Sr. Bernadette Moriau fühlt sich geheilt. Von Wunder spricht sie nicht, sondern von Heilung.
Ihre Akten werden an das Internationale Medizinische Komitee in Lourdes geschickt. Die Untersuchungen dauern zehn Jahre. Im Februar 2018 erfährt sie schließlich von Bischof Jacques Benoit-Gonnin von Beauvais, dass ihre Heilung als Wunder anerkannt wurde ‒ nach offizieller Zählung das 70. kirchlich anerkannte Wunder von Lourdes.

W.: Moriau, Bernadette: Ma vie est un miracle. J.C. Lattès, 2018.

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