Morgenstern

Das nach Sonne und Mond mythologisch bedeutsamste Einzelgestirn bzw. das hellste vor Sonnenaufgang hervortretende Gestirn, die Venus. Die Kulturgeschichte kennt das Motiv des Morgensterns in vielfacher Entfaltung.
Ausgehend von den neutestamentlichen christologischen Aussagen „Ich bin die Wurzel und der Stamm Davids, der strahlende Morgenstern“ (Offb 22,16) sowie „denn es ist ein Licht, das an einem finsteren Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstein aufgeht in eurem Herzen“ (2 Petr 1,19) wird in Form von Hymnen das Bild vom M. für Christus verwendet.

Lit.: Böttrich, Christfried: „O Christe, Morgensterne …“ Apk 22,16 vor dem Hintergrund alttestamentlicher Königstheologie, in: Frühjudentum und Neues Testament im Horizont Biblischer Theologie. Tübingen: Mohr, 2003.
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