Morgana

Widersprüchliche Figur, die in ihrer Rolle als Zauberin in der französischen, englischen und deutschen Literatur ebenso bekannt ist wie Merlin oder Klingsor. Ihre jeweilige Darstellung ist sehr unterschiedlich. Als eine ihrer wichtigsten Fähigkeiten wird die Heilzauberei gepriesen. Ihre ebensolche Kenntnis der Gifte lässt sie allerdings in einem eher negativen Licht erscheinen. Eine wichtige Rolle spielt sie in der Artus-Literatur, wo sie sowohl als Zauberin als auch als heilkundige Fee auftritt. Die spätere epische Tradition kennt sie als Schwester von Artus, dem sie auch zur Gegenspielerin wird.

Lit.: Habiger-Tuczay, Christa: Magie und Magier im Mittelalter. München: Diederichs, 1992.
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