Monvoisin, Catherine

(* Um 1640; † 22.02.1680 Paris), Geburtsname Deshayes, genannt La Voisin, französische Serienmörderin, eine der Hauptbeteiligten in der sog. Giftaffäre (affaire des poisons), als angebliche Hexe verurteilt und hingerichtet.
La Voisin, Ehefrau eines Juweliers, lebte am damaligen Stadtrand von Paris. Um zu mehr Geld zu kommen, betätigte sie sich zusammen mit ihrer sechzehnjährigen Tochter und einigen Kolleginnen erfolgreich als sog. Engelmacherin, das heißt, sie half ihren (nicht selten hochgestellten bzw. adeligen) Kundinnen, unerwünschte Schwangerschaften abzubrechen. Schließlich wurde ihr vorgeworfen, ihren ersten Ehemann vergiftet, Abtreibungen vorgenommen, Liebestränke zubereitet, Gift an den Hochadel verkauft und an Schwarzen Messen teilgenommen zu haben. M. wurde gefoltert, bestand jedoch bis zum Schluss darauf, keine Hexe zu sein. Nach der Verurteilung zum Tod auf dem Scheiterhaufen wurde sie gemeinsam mit anderen Komplizen am 22. Februar 1680 auf der Place de Grève hingerichtet. > Chambre ardente.

Lit.: Lewin, Louis: Die Gifte in der Weltgeschichte: toxikologische allgemeinverständliche Untersuchungen der historischen Quellen. Berlin: Julius Springer, 1920.
Setze ein Lesezeichen für den Permalink.