Mondstein

Farbloser, durchsichtiger Stein, der zu den Feldspaten gehört. Seinen Namen erhielt er erst Ende des 18. Jahrhunderts aufgrund seines bläulich-weißen Schimmers. Zuvor waren unter diesem Namen Selenit oder Marienglas bekannt. Als Synonyme für den heutigen M. gelten Ceylon-Opal, Hecatolith, Katzenauge und Wolfsauge.
Vom M. werden besonders in der arabischen Magie Wunderdinge erzählt. So ändere sich seine Farbe nach dem jeweiligen Mondstand. Nähert sich seinem Träger ein Feind, zeige er diesen durch ein sanftes Licht an. Seine magnetische Kraft bewirke, dass alle Untergebenen des Besitzers diesem treu ergeben sein müssen. In Salbengefäßen aus M. könne man Medikamente besonders lang aufbewahren. Er findet auch Anwendung in der modernen Edelsteinmedizin und helfe bei Stress, Angst und Erkrankungen des Beckenbereiches.

Lit.: Roberts, Marc: Das Neue Lexikon der Esoterik. München: Goldmann, 1993; Gienger, Michael: Lexikon der Heilsteine: von Achat bis Zoisit. Saarbrücken: Neue Erde Verlag, 4. Aufl. 2000.
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