(Botrychium lunaria), unscheinbare ausdauernde Art der Rautenfarne. Der Name geht auf ihre mondförmigen Blattfiedern zurück, die nach mittelalterlichem Glauben bei Mondschein angeblich leuchteten. Von dem deutschen Arzt und Botaniker Hieronymus Bock stammt die Bezeichnung „Walpurgiskraut“. Dieses wurde in der mittelalterlichen Volksmedizin zur Heilung von Geschwüren und Wunden verwendet. Der Zauberglaube schrieb ihm die Fähigkeit zu, darüber Hinwegschreitende in die Irre zu führen, bis sie Weg und Steg verloren. Darüber hinaus diente die Pflanze als magisches Mittel zum Auffinden verborgener Schätze in der Erde, in der Volksmagie als Liebesmittel und den Alchemisten galt sie als „Gold- und Silberquelle“.
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