Mondkult

Mondkulte werden als älteste Kultformen des „Schwarzen Schamanismus“ der Pflanzervölker angesehen.
Nicht die Sonne war es, die den prähistorischen Menschen zuerst beeindruckte, sondern der Mond, der am nächtlichen Himmel in ständigem Wechsel die Phantasie des magischen Menschen anregte. Aus dem Vollmond wurde in aller Regelmäßigkeit der Neumond. Die Art, wie der Mond von einer Seite „angenagt“ und schließlich ganz verschlungen wurde, dann aber wieder auferstand, hinterließ in den Mythen der Urvölker auf der ganzen Erde einen nachhaltigen Eindruck. Die Regelmäßigkeit dieser Erscheinungen veranlassten den Menschen, die Zeit nach diesem Rhytmus des Mondwechsels zu berechnen. Kelten und Hamiten, Germanen wie Semiten zählten die Zeit nach Mondnächten und nicht nach Sonnentagen. Der Mond stand im Mittelpunkt vieler Himmelsreligionen. Die Sonne war im Gegensatz zum Mond nur am Tag zu sehen.

Lit.: Frick, Karl R.H.: Das Reich Satans. Graz: ADEVA, 1982.
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