Moll, Paul (Franz) von

(* 15.01.1824 Mol bei Antwerpen; † 24.02.1896 Abtei Termonde, heute Dendermonde, Belgien), bürgerlicher Name Franz Luyckx, Mystiker, Ordenspriester OSB, Stifter des Klosters von Steenbrügge und Wiederherstellen der Abtei von Affighem.
1848 in Termonde Eintritt in den Benediktinerorden unter dem Ordensnamen Paul. 1849 Profess, 1859 nach Abschluss seiner Studien in Parma Priesterweihe; Anwender der sog. Benediktusmedaille. In seiner schweren Krankheit erschienen ihm Maria mit Joseph und auch der hl. Benedikt von Nursia. Sie versprachen ihm Genesung, die auch alsbald erfolgte. M. wurde bald als Wundertäter bekannt, mit Zukunftsschau und Gebetsheilungen. Es gibt über die wunderbaren Begebenheiten zahlreiche Zeugenaussagen. Berichtet wird u.a. von einer armen Frau, der er eine Tasse zu trinken und ein Brot gab. Die Tasse blieb daraufhin niemals leer, das Brot ging nie wieder zu Ende. Sein Leib war ‒ laut Zeugen bei der Exhumierung am 24. Juli 1899 ‒ drei Jahre nach seinem Tod noch unverwest. Der Seligsprechungsprozess ist eingeleitet.

Lit.: Delaux, Camille (Hrsg.): Charakterzüge, Aussprüche und wunderbare Begebenheiten aus dem Leben des Benediktinermönches Pater Paul von Moll 1824-1896. Bolchen: Stenger, 1913; Van Speybrouck, Edouard von: Pater Paul von Moll: ein belgischer Wundertäter des 19. Jahrhunderts. Durach: Anton A. Schmid, 1995.
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