Moiren

(Altgriech. moírai; lat. moerae; Sing. moira, dt. Los, Schicksal; lat. moera), in der griechischen Mythologie eine Gruppe von Schicksalsgöttinnen, deren römische Entsprechung die Parzen sind. Bei den Etruskern standen die Moiren über den Göttern.
Ursprünglich gab es eine Vielzahl von M., die aber bei Hesiod bereits auf drei reduziert sind: auf die Zeustöchter Klotho, die Spinnerin des Lebenfadens, auf Lachesis, die das Schicksal zuteilt, sowie auf Atropos, die den Lebensfaden zerschneidet.
In der germanischen Mythologie entsprechen den M. die Nornen.

Lit.: Giannoulis, Markos: Die Moiren: Tradition und Wandel des Motivs der Schicksalsgöttinnen in der antiken und byzantinischen Kunst. Münster: Aschendorff, 2010.
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