Moai

Kolossale Steinstatuen auf der Osterinsel, die vermutlich verstorbene Angehörige einer Abstammungsgruppe repräsentieren. Man geht heute davon aus, dass sie berühmte Häuptlinge (ariki) oder allseits verehrte Ahnen darstellen, die als Bindeglied zwischen Diesseits und Jenseits fungierten.
Die M. sind Bestandteil größerer Zeremonialanlagen, die in ähnlicher Form auch aus anderen Bereichen der polynesischen Kultur bekannt sind. Das genaue Alter der Figuren ist weiterhin umstritten. Als gesichert gilt jedoch, dass sie keinesfalls älter als 1500 Jahre sind. Der eigentliche Zweck der Statuen konnte trotz umfangreicher Forschungen bislang nicht eruiert werden.

Lit.: Barthel, Thomas: Das Achte Land: die Entdeckung und Besiedlung der Osterinsel. München: Renner, 1974.
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