Mnemotechnik

(Altgriech. mnḗmē, Gedächtnis, Erinnerung; téchnē, Kunst), Kunstwort, das seit dem 19. Jh. für ars memoriae und ars reminiscentiae (dt. Gedächtniskunst) benutzt wird; meist gleichbedeutend mit Mnemonik (griech. mnēmoniká).
Die M. entwickelt Merkhilfen (Eselsbrücken), z.B. als Merksatz, Reim, Schema oder Grafik. Außerdem gehören aber auch komplexe Systeme dazu, mit deren Hilfe man sich an ganze Bücher, lange Wort- oder Zahlenlisten sicher erinnern kann. M.en tragen zur „Verbesserung des Speicherns und Behaltens von Informationen“ im Langzeitgedächtnis bei, weil sie schematisierte Rekonstruktionspläne darstellen, mit denen die zu erinnernden Inhalte an leichter zugängliche externe Strukturen (etwa Rhythmus und Reim, Orte) gekoppelt werden.

Gedächtnistraining bezeichnet die Übung des Gedächtnisses, wozu auch die Einübung oder Anwendung von M.en zählen kann.

Lit.: Frances A. Yates: Gedächtnis und Erinnern: Mnemonik von Aristoteles bis Shakespeare. Berlin: Akademie Verlag, 3. Aufl. 1994.
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