Mirin, Dajo

Pseud. für Arnold Gerrit Johannes Henske (* 06.08.1912 Rotterdam, † 26.05.1948 Winterthur, Schweiz), holländischer Fakir, Künstler für bizarre Schauspiele, von Beruf Grafiker.
M. ließ sich öffentlich von Floretten und Degen durchbohren, spürte dabei offenbar keinen Schmerz und es floss auch kein Blut aus den Wunden. Seine schockierendste Aktion demonstrierte er am 31. Mai 1947 z.B. vor Ärzten des Züricher Kantonsspitals, als er sich von seinem Assistenten mit einem 80 cm langen und 7 mm breiten Florett bei freiem Oberkörper von hinten in der Höhe der Nieren durchbohren ließ. Über Ersuchen von Klinikchef Prof. Albert Brunner wurde sein Körper geröntgt, um einen eventuellen Trick auszuschließen. Am 15. September 1947 ließ sich M. in der Bürgerklinik in Basel unter der Leitung namhafter Ärzte (es waren dies die Prof. Max Lüdin, Hans Staub und Rudolf Massini) untersuchen.
Ein riskantes Experiment am 11. Mai 1948 ‒ das langsame Verschlucken eines 35 cm langen dolchartigen Spießes mit dem Ziel einer Demonstration von De- und Rematerialisation ‒ wurde ihm jedoch zum Verhängnis mit tödlichem Ausgang. Zwei Tage später musste ihm das Objekt operativ entfernt werden. An den Folgen des Experiments starb er während eines schon öfters an ihm beobachteten Ichaustritts. Dennoch blieb M. medizinisch anscheinend ein ungeklärtes Rätsel.

Lit.: Bürgin, Luc: Das Wunder ‒ Mirin Dajo: der unverletzte Prophet und seine phänomenalen Kräfte; Artikel von Rudolf Passian in der Zeitschrift Wegbegleiter III (1998) 3, l07ff.

Setze ein Lesezeichen für den Permalink.