Minze

(Mentha spp.), aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Im alten Ägypten behütete ihr Duft den verstorbenen Pharao auf dem gefahrvollen Weg ins Jenseits. Im antiken Griechenland trug das Brautpaar Minzekränze als verlässlichen Beistand. Sowohl Griechen als auch Römer rieben bei Festen die Tische mit Minze ein, um den Appetit anzuregen. Im Mittelalter hieß es, sie schütze vor vielerlei Krankheit und Behexung. Darüber hinaus soll M. reinigen, den Verstand schärfen, die Aufmerksamkeit steigern und zu geistiger Flexibilität beitragen.
Die heutige Pfefferminze, eine Naturhybride aus Wasserminze und Grüner Minze, entstand erst im 16./17. Jahrhundert und wurde wegen ihres intensiven Geruchs und Geschmacks zur M. schlechthin. Aufgrund ihrer besonderen Heilkraft liefert sie eine wichtige Arzneidroge.

Lit.: Zerling, Clemens: Lexikon der Pflanzensymbolik. Baden/München: AT Verlag, 2007.
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