Min

Ägyptischer Fruchtbarkeitsgott, dessen Werk Begattung und Zeugung sind und der den Bereich männlicher Fruchtbarkeit ikonografisch zum Ausdruck bringt. Nach ca. 2000 v. Chr. wurde seine Ikonografie mit Amun geteilt.
Als Erd- und Vegetationsgott ist M. Spender der Nahrung und aller Kräuter, dem zu Ehren im neunten (Ernte-)Monat des ägyptischen Jahres das Min-Fest, „das Fest der Treppe“, gefeiert wurde, bei dem er die erste, vom König selbst geerntete Garbe erhielt.
Neben Achmim war sein wichtigster Kultort Koptos im Niltal am Beginn der Wüstenstraße zum Roten Meer in Oberägypten. Er wurde angebetet als Herr der östlichen Wüste. Später wurde M. mit Horus und Re und von den Griechen mit Pan gleichgesetzt, weshalb Achmim auch als Panopolis bezeichnet wurde.

Lit.: Bellinger, Gerhard J.: Knaurs Lexikon der Mythologie. München: area, 2005.
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