Mimikry

In der Biologie wird darunter eine Form der Nachahmung visueller, auditiver oder olfaktorischer Signale verstanden, die dem Nachahmer bzw. Fälscher durch die Täuschung des Signalempfängers Vorteile einbringt.
In der Psychologie bezeichnet M. das Phänomen, dass Menschen andere Personen unbewusst und automatisch nachahmen. Es gibt verbales, emotionales und verhaltensbezogenes M. sowie M. von Gesichtsausdrücken. So kann z.B. eine Unterhaltung dazu führen, dass man sich der Sprechgeschwindigkeit, der Wortwahl und dem Dialekt des Gesprächspartners anpasst.

Da M. vollkommen unbewusst und automatisch auftritt, zeigt es sich in allen direkten (Interaktion) und indirekten (etwa jemanden im Fernsehen sehen) sozialen Situationen.
Die Ursachen sind, dass grundsätzlich das Bedürfnis besteht, gemocht zu werden oder zu einer bestimmten Menschengruppe dazuzugehören, und man somit ein hohes Affiliationsmotiv hat.

Lit.: Lunau, Klaus: Warnen, Tarnen, Täuschen: Mimikry und andere Überlebensstrategien in der Natur. Darmstadt: Wiss. Buchges., 2002.
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