Milchhexen

Wenn Kühe wenig oder gar keine Milch mehr gaben, glaubte man, eine Hexe habe sie in zauberischer Manier bereits gemolken. Eine solche Hexe nannte man „Milchhexe“. Der „Hexenhammer“ beschreibt diesen Milchdiebstahl folgendermaßen: „Die Hexen stoßen ein Messer in die Wand, nehmen zwischen die Knie einen Milcheimer und rufen den Teufel, er möchte ihnen von der Kuh die Milch verschaffen. Der Teufel melkt selbst die Kuh und bringt der Hexe die Milch und täuscht so die Hexe.“

Lit.: Ruff, Margarethe: Zauberpraktiken als Lebenshilfe: Magie im Alltag vom Mittelalter bis heute. Frankfurt/M.: Campus, 2003, S. 93.
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