Mifune, Chizuko

(* 17.06.1886 Kumamoto; † 19.01.1911), bekannte japanische Hellseherin. Von ihrem Schwager in Hypnose versetzt, wurde sie sich erstmals ihrer hellseherischen Fähigkeiten bewusst. Ihre paranormalen Fähigkeiten untersuchte der japanische Psychologe Tomokichi Fukurai sowohl in Kumamoto als auch in Kyoto und kam zu einem positiven Urteil. M. beging jedoch Selbstmord (durch Gift). Anlass dafür mag der Umstand gewesen sein, dass sie in Zusammenhang mit einer öffentlichen Demonstration (Lesen in verschlossenen Kuverts) am 15. Sept. 1910 der Scharlatanerie bezichtigt worden war; es spielte dabei auch ihre Kränkung eine Rolle, dass 1911 seitens der japanischen Presse Fukurai und Nagao Ikuko, ein anderes von ihm studiertes Medium, des Betrugs bezichtigt worden waren.

Lit.: Fukurai, T.: Clairvoyance and Thoughtography, 1931, 2003.
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