Mezuzah

Schutzamulett. Im 14. Jh. forderte der Bischof von Salzburg ein Schutzamulett, eine Mezuzah, an, um es am Burgtor anbringen zu lassen. Der Salzburger Rabbi verweigerte ihm dies mit der Bemerkung, er könne ein Kultobjekt nicht derart profanieren lassen. Bei der M. handelte es sich um ein Amulett, das bei jüdischen Häusern am Türpfosten zum Zweck der Dämonenabwehr angebracht war. Auf Rehhaut geschrieben, erforderte es besonders sorgfältige Vorbereitungen. So durfte es nur an einem Montag zur fünften Stunde oder an einem Donnerstag zr vierten Stunde geschrieben werden.

Lit.: Habiger-Tuczay, Christa: Magie und Magier im Mittelalter. München: Diederichs, 1992.
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