Meyfart, Johann Mattheus

(* 09.11.1590 Jena; † 26.01.1642 Erfurt), evangel. Theologieprofessor in Erfurt und Coburg, wo er Erfahrungen mit Hexenprozessen machen konnte. Kämpfer gegen den Hexenwahn und die Hexenverfolgungen seiner Zeit, scharfer Kritiker der Hexenprozesse und des damit verbundenen Unrechts (durch Folter erzwungene Geständnisse, finanzielle Bereicherung, keine Zulassung von Juristen und Ärzten zu den Prozessen). Nach dem Studium in Jena und Wittenberg war M. Adjunkt an der Philosophischen Fakultät in Jena; 1623 Direktor des Akademischen Gymnasiums in Coburg, 1624 an der Universität Jena Promotion zum Dr. theol., ab 1633 Prof. an der Universität Erfurt.

W.: Christliche Erinnerung an gewaltige Regenten und gewissenhafte Praedicanten, wie das abscheuliche Laster der Hexereí mit Ernst auszurotten aber in Verfolgung desselbigen auf Cantzeln und in Gerichtshäusern sehr bescheidentlich zu handeln sei (1635), Halle 1703.
Lit.: Trunz, Erich: Johann Matthäus Meyfart: Theologe und Schriftsteller in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges. München: C.H. Beck, 1987.
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