Metoposkopie

(Griech. metopon, Stirn), eine Form der Divination, der Voraussage des Menschenschicksals aus der Analyse der Stirnlinien in Bezug auf Sonne, Mond und Planeten. Vom Haaransatz an werden vier Hauptfalten unterschieden: Linea Saturni (Charakter), Linea Jovis (Ehre, Reichtum, Macht), Linea Martis (Ausdauer, Durchsetzungsvermögen etc.), Linea Veneris (Liebe etc.).
Die Entwicklung der M. wird für gewöhnlich dem italienischen Arzt und Astrologen Gerolamo Cardano (1501-1576) zugeschrieben. Seine Theorie, der Charakter könne aus den Stirnlinien gedeutet werden, gründete sich auf sein astrologisches Wissen in Verbindung mit der Beobachtung mehrerer hundert Gesichter.

Lit.: Bächtold-Stäubli, Hanns (Hrsg.): Handwörterbuch des Deutschen Aberglaubens, Bd 6. Berlin: Walter de Gruyter, 1987; Das große Buch der Magie. München: Heyne, 1985.
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