Metis

(Griech., „kluger Rat“), in der griechischen Mythologie eine Okeanide und die erste Geliebte des Zeus. Philosophisch steht M. für den Scharfsinn, der als „praktisches, komplexes, implizites Wissen“ von den drei anderen Wissensformen, episteme, techne und phronesis, unterschieden wird.
Nach der Bibliothek des Apollodor half M. Zeus, seine Geschwister zu befreien, die Kronos verschlungen hatte, indem sie diesem ein Mittel (Salzwasser oder auch Wasser mit Senfpulver) gab (oder nur den Rat dazu), nach dessen Einnahme Kronos die verschlungenen Kinder wieder erbrach.

Lit.: Kerényi, Karl: Die Mythologie der Griechen: die Götter- und Menschheitsgeschichten. Stuttgart: Klett Cotta, 1997.
Setze ein Lesezeichen für den Permalink.