Methoden, holographische

Sie wurden unabhängig voneinander in verschiedenen Teilen der Welt entwickelt. Es handelt sich dabei um empirische Methoden, die an der Basis der Erfahrung entwickelt wurden und ihre Rechtfertigung aufgrund der klinischen Erfolge gefunden haben. Ein charakteristischer Zug solcher Methoden ist ihre unglaubliche Einfachheit, kombiniert mit einem hohen Grad an praktischer medizinischer Effektivität.
Diese Gruppe von Methoden fußt auf dem Prinzip, dass verschiedene Organe und Funktionen des menschlichen Organismus in Punkten oder kleinen Zonen innerhalb der Grenzen eines Teils des Körpers kartographisch widergespiegelt werden. Es wurde für jede einzelne dieser Methoden festgestellt, dass diese Zonen in einer signifikanten Relation zu den korrespondierenden Organen stehen und darum für diagnostische und therapeutische Zwecke verwendet werden können.
Wenn wir diese Methoden praktisch nutzen, arbeiten wir sozusagen mit einem Spiegelbild des Organismus. Im Teilsystem finden sich Veränderungen, die den Krankheitszustand des Organismus widerspiegeln, und bei der Behandlung des Teilsystems wird der Gesamtorganismus zur Heilung beeinflusst.
Ein Teil des Organismus widerspiegelt den ganzen Organismus. Die Ganzheit ist im Teil eingeschrieben und kann vom Teil rekonstruiert werden. Man spricht von einem holographischen Prinzip. Die Mehrheit der Methoden, die mit diesem Prinzip arbeiten, spricht dafür, dass wir es hier mit einem allgemeinen Prinzip in der biologischen Medizin zu tun haben.

Lit.: Schjelderup,Vilhelm: Holographische Methoden, in: Andreas Resch: Kosmopathie: der Mensch in den Wirkungsfeldern der Natur (Imago Mundi; 8). Innsbruck: Resch, 1981.
Setze ein Lesezeichen für den Permalink.