Metapsychologie

(Griech. meta, nach, hinter). Laut Gerard A. van Rijnberk (Les Metasciences, Paris, Adyar 1952) wurde der Ausdruck 1837 von Joseph von Görres (1776-1848) geprägt. Die M. führt über die normale Psychologie hinaus und schließt das ihr nicht mehr (oder noch nicht) Zugängliche mit ein. In der Psychoanalyse taucht der Begriff M. erstmals in Freuds Briefen an den deutschen Arzt Wilhelm Fliess auf, um die Vorgänge hinter dem Bewusstsein zu berücksichtigen. Später bezog er den Begriff M. auf die essentiellen theoretischen Annahmen, die das System der Psychoanalyse ausmachen, auf die Axiome der Psychoanalyse. Synonym mit Metapsychik, Parapsychologie.

Lit.: Bonin, Werner: Lexikon der Parapsychologie und ihrer Grenzgebiete. Bern: Scherz, 1976.

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