Metalle

Aus dem Erdinnern stammenden Metallen wurde eine geheimnisvolle Kraft zugeschrieben. So galt Eisen als Schutz gegen Dämonen, im Hufeisen hingegen als glückbringend. Andererseits hielt man die orendistische (innere) Kraft des Eisens und anderer M. für gefährlich, weshalb beim Altarbau die Verwendung eiserner Geräte verboten war (Ex 20,25). In Altägypten durften die kultisch verwendeten Messer nur aus Stein sein.
Die alten Kulturen wussten um die Reihenfolge und Wertung der vier Hauptmetalle (Gold, Silber, Kupfer, Eisen), was sich in der Lehre von den Weltaltern niederschlug. In China und Indien glaubte man entsprechend dem Streben der Natur zur Vollkommenheit an eine natürliche Umwandlung der M. in Gold. Die Annahme einer Transmutation der M., einer Veredelung der Stoffe und damit einhergehend einer Läuterung der Seele war der Ausgangspunkt der Alchemisten. Laut hermetischer Überlieferung entspricht Gold der Sonne, Silber dem Mond, Kupfer der Venus, Eisen dem Mars, Blei dem Saturn, Quecksilber dem Merkur und Zinn dem Jupiter. In der Freimaurerei wird der Neuaufzunehmende aufgefordert, für die Dauer der Weihehandlung „die Metalle abzulegen“, um jeglichen Unterschied, der aus Besitz abzuleiten wäre, symbolisch zu verwischen.

Lit.: Lurker, Manfred: Wörterbuch der Symbolik. Stuttgart: Kröner, 5. durchges. u. erw. Aufl. 1991.
Setze ein Lesezeichen für den Permalink.