Meskalin

Dominierende Wirksubstanz des Peyote-Kaktus (Lophophora Williamsii), auch Peyotl genannt. Von der Wirkung her ist M. ein typisches Halluzinogen.
Der stachellose, rübenförmige Kaktus wächst vor allem in Mittelamerika und wurde dort schon von den mexikanischen Ureinwohnern zu magischen Zwecken verwendet. Sie aßen Peyote, um Visionen hervorzurufen und Wahrsagungen zu machen.
Der Peyote-Kult wurde zunehmend auch von den Indianern, die auf dem Gebiet der heutigen USA leben, angenommen. Der Peyotismus führte zwar zu Rechtsstreitigkeiten, doch dürfen die Mitglieder der Native American Church of the United States Peyote heute legal zu rituellen Zwecken konsumieren.
Die abgeschnittenen Köpfe werden als peyote-button oder mescal-button gegessen oder als abgekochter Kaktussud getrunken. Der Geschmack ist ‒ im Gegensatz zum geschmacklosen LSD ‒ ziemlich bitter, weshalb den Konsumenten zunächst häufig übel wird. Nach ca. ein bis zwei Stunden stellen sich dann die halluzinogenen Rauscheffekte ein und halten ca. 8 bis 12 Stunden an.

Lit.: Huxley, Aldous: Die Pforten der Wahrnehmung: meine Erfahrung mit Meskalin: München: Piper & Co., 1954.
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