Meru

Auch Sumeru (skrt., „Weltenberg“), steht nach altindischer kosmologischer Vorstellung im Zentrum des Universums und ist Treffpunkt bzw. Wohnort der Götter. Sowohl im Hinduismus als auch im Buddhismus ist die Vorstellung des M. gegeben, doch unterscheiden sich die darauf aufbauenden kosmologischen Systeme.
So entspringt nach hinduistischer Vorstellung auf dem Gipfel des M. der himmlische Ganges, der sich in der Folge in vier irdische Ströme aufteilt, die nach den vier Himmelsrichtungen herabfließen. Unter dem M. befinden sich die sieben niederen Welten mit der Riesenschlange Vasuki.
Nach buddhistischer Vorstellung ist der M. von Meeren und Kontinenten umgeben, unter denen die Höllen und der Bereich der Hungrigen Geister liegen. Über dem M. finden sich die Bereiche der hohen Devas und die Götter des Bereichs der „reinen Form“ (skrt. Rupaloka, Triloka) sowie der Bereich der Formlosigkeit und schließlich die Buddha-Felder (Reines Land).

Lit.: Tatz, M./Kent, J.: Karma durch Wiedergeburt zur Befreiung. Düsseldorf/Köln: Eugen Diederichs Verlag, 1978.

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