Menorah

(Hebr., Kandelaber), siebenarmiger Kerzenleuchter, der schon in frühester Zeit ein Symbol jüdischer Identität wurde. Hebräischen Schriften zufolge bildete die M. eine wichtige Ausstattung des Tabernakels in der Wildnis und des Tempels in Jerusalem. Nach Ex 25,40 gab Gott dem Moses ein Muster von ihr auf dem Berg Sinai; im Tempel Salomons gab es zehn Monorot (Pl.) aus Gold (1 Kön 7,49).
Deutlich erkennbar ist eine M. auf dem Triumphbogen des Titus in Rom, die Plünderung des Tempels im Jahre 70 n. Chr. darstellend.
In der Kabbala wird sie als Modell des Aufbaus der Sefirot (Emanationen) verstanden und in der jüdischen Gemeinschaft in der Diaspora wurde sie zu dem am weitesten verbreiteten Wahrzeichen der jüdischen Religion. Seit dem Jahre 1948 ist die M. das offizielle Symbol des Staates Israel.

Lit.: Bowker, John (Hrsg.): Das Oxford-Lexikon der Weltreligionen. Darmstadt: Wiss. Buchges., 1999.
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